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Ne damo Kosovo - Serben-Demo











Siehe auch Artikel im Blog Europäische WerteNe damo Kosovo
Kybeline am 24.2.08 16:44


Gestern war es ein Trauertag für Europa: das islamische Kosovo wurde unabhängig.

Spiegel Online 

Europas neues Problemkind

Europa wird bald einen neuen Staat haben - und ein neues diplomatisches Problem: Länder wie Spanien fürchten, andere Separatisten könnten die Loslösung des Kosovo als Präzedenzfall sehen.

 

 Natürlich feierten die meisten Albaner die Unabhängigkeit nicht in Kosovo, sondern in Deutschland. Und sie gedenken auch nicht, nach Kosovo zu gehen, höchstens als Touristen.

In Stuttgart war die ganze Innenstadt gestern voll mit der albanischen Flagge mit dem römischen Doppeladler.  Die Urbevölkerung mußte für ein geruhsames Wochenende in ihren eigenen vier Wänden bleiben.

 

Kybeline am 18.2.08 09:43


Was wird uns ein unabhängiges Kosovo kosten?

Die EU plant bereits die ESVP-Mission, die KFOR ablösen soll, wenn Kosovo unabhängi wird.

Das verlautete aus Diplomatenkreisen in Brüssel. Die sogenannte ESVP-Mission sieht die Entsendung von rund 1400 Polizisten und 400 weiterer EU-Beamter vor. Bislang war eine Entscheidung am Widerstand Zyperns gescheitert, das eine Unabhängigkeit des Kovosos ablehnt. Zypern habe seine Vetodrohung gegen die Mission aufgegeben und sich nicht an der Abstimmung beteiligt, teilten Diplomaten mit. Der Beschluss musste unter den abstimmenden Ländern einstimmig gefasst werden, was mit der Nichtteilnahme Zyperns an der Abstimmung ermöglicht wurde. Eine Entscheidung über den Beginn der Mission sei aber noch nicht getroffen worden, sagten die Gewährsleute. Die EU-Mission soll die bisherige Uno-Mission ablösen.

Tagesanzeiger.ch

Und hier auch:

Zum Geld: Die  Schweiz hat seit 1996 insgesamt 1,5 Milliarden Franken für zivile und militärische Hilfeleistungen in Kosovo ausgegeben, bestätigt EDA-Sprecher Knuchel. Allein die etwa 220 Mann starke Swisscoy-Truppe in Kosovo kostet im Jahr bis zu 40 Millionen Franken. Dieser Geldfluss lässt sich in der Schweizer Öffentlichkeit besser rechtfertigen, wenn die Schweiz sich profiliert als Geburtshelferin eines selbstständigen Kosovos,   das dereinst vielleicht weniger Schweizer Hilfe nötig hat.

Kybeline am 8.2.08 15:44


The End of Romania (Das Ende Rumäniens)

 Es ist ein Song des beliebten Band Karpatia. Sie haben remakes von alten Liedern, teilw. Militärmusik, teilw. historische Liedern oder alten Evergreens. Wären sie Deutsch, hätten sie sicher einen Remake von Lili Marlen. Im Schatten solcher Videos tobt ein verbitterter Youtube-Krieg, der die wachsende Feindschaft zwischen Ungarn und Rumänen in Siebenbürgen erahnen läßt. Seit dem Ende des 2. Weltkrieges hat die rumänische Regierung systematisch an die Zerstörung der ungarischen und deutschen Minderheit in Siebenbürgen gearbeitet. Die meisten Deutschen verließen noch während der Ceauschescu-Ähra das Land und wanderten nach Deutschland aus. Die Ungarn hatten einen viel härteren Los.

Ich habe dieses Video ausgesucht, weil die meisten Kommentare auf englisch sind. So hoffe ich, dass viele meiner Leser die Kommentare verstehen.

Vielleicht haben meine Leser Kenntnis von anderen Problemzonen in Osteuropa, wo, von Europa noch unbemerkt, alte oder neue Grabenkriege toben?

Kybeline am 27.1.08 15:29


Wer waren die Hunnen?

Welt Online hat diesem einst so erfolgreichen und nachher so jäh verschwundenen Kriegervolk einen Artikel gewidmet:

Als Germanen und Gallier Europa retteten

Im Sommer des Jahres 451 stand ein riesiges Hunnenheer mitten im Herzen Frankreichs. Es schien nur noch eine Frage der Zeit, bis der berüchtigte Attila ganz Europa unter seine Knute bringen würde. Doch auf den Katalaunischen Feldern, unweit der Stadt Troyes, stellten sich ihm zwei todesmutige Männer entgegen.
Also erst mal Ehre den Germanen und den Galliern, die einst Europa von der Invasion der Hunnen retteten. Dann aber wollte man unbedingt eine Kleinigkeit beachten: Die Hunnen hatten damals eine gewisse millitärische Überlegenheit:
Reflexbogen, Pfeilspitze und Reitkunst sind die Hauptelemente hunnischer Überlegenheit. (hier)
Aber das allein wäre noch nicht genug, um von China bis Frankreich die Welt in Schrecken zu versetzen. Die Hunnen aber hatten es verstanden, andere Völker umzubiegen und diese als Vorhut in den Kampf einzusetzen. Wie die Osmanen die geraubte Christenknaben zu Janitscharen machten, wie sie einige Balkanvölker zum Islam umbogen, die anderen zu Dhimmis machten; Oder eben wie die islamische Asylsuchende und sonstige Ankömmlinge dieser Tage: Flüchten wollen sie nur in die christliche Länder und kaum hier, fangen sie an, unsere Kultur zu unterminieren, unsere Jugendliche und alte Leute in Banden anzugreifen, bieten den Kindern harte Drogen an, bauen überall ihre Bajonetten-Bunker, wie Erdogan die Moscheen nannte.
Wer die Hunnen waren, lese man hier.
Häufig werden die Hunnen fälschlicherweise mit den ungarischen Stämmen verwechselt, da sie in der ungarischen Tiefebene lagerten und von hier aus ihre europäische Feldzüge starteten. Auch Attila soll hier begraben sein, in einem metalenen Sarg in der Theis. Aber das war ein halbes Jahrtausend vor der Ankunft der Ungarn.  Wenn überhaupt, dann identifizierten sich die Ungarn eher auf einer mythischen Ebene mit den Hunnen. Sie waren legendäre Vorgänger im selben Siedlungsgebiet.
Verwandtschaftsansprüche auf die Hunnenhorden werden aus ganz anderer Ecke gestellt:
Attila der Hunne, König der Türken Beachte man bitte auch die Kommentatoren-Namen unter dem Video: PenisProtz, elazikBOZKURT, CHECHENxxxBOZKURT usw. Und solche Videos findet man haufenweise auf allen Videoportalen, wo die Türken sich mit den Hunnen indentifizieren und ihre Geschichte zur eigenen Einpeitschung benutzen. Ähnliches hatte ich bereits von einigen ganz normalen Türken gehört.
Aber dann wollen die Türken jede erdenkliche Verwandtschaft in Europa beanspruchen und bekräftigen. Nicht nur einmal habe ich gehört, dass die Türken mit den Ungarn "eng" verwandt seien. Ein Geschäftsfreund hatte mir gar versichert, die Türken hätten die Ungarn schon immer gemocht. Ich mußte dabei an den ersten Roman meiner Kindertage denken, an die Sterne von Eger. Und ich konnte nicht so verlogen sein, ihm zuzustimmen, Geschäft hin oder her.
Kybeline am 27.1.08 14:14


Die Zigeuner kommen

Ana Maria Cioaba - die Zwangsheirat der 12jährigen Braut mit dem 15jähirgen Bräutigam 2003 hat nicht nur in Rumänien, sondern auch international für Aufregung gesorgt. hier

Die politisch korrekte Bezeichnung wäre Sinti und Roma. Sinti mag von mir aus jederzeit durchgehen, denn die Zigeunerstämme kommen tatsächlich aus der Gegend in Nordwestindien. Aber die Bezeichnung Roma ist genau so irrtümlich für Zigeuner, wie die Bezeichnung Palästinenser für einen gewissen Araberstamm. Es sind gestohlene Namen, denn weder die Zigeuner haben was mit den Römern zu tun, noch die Araber mit den ausgestorbenen Philistern. Historische Sachlichkeit ist mir lieber als politisch korrekter Surrealismus.

Olaszliszka - Die Stätte des Lynchmordes. Hier haben Zigeuner einen Lehrer gelyncht. Focus Forum

Meine multikulturelle Neigung ist indessen tadellos, denn auch wenn meine Sympathie sich nicht auf die Kulinaria ausbreitet, beinhaltet sie die Vorliebe für Zigeunermusik und stimmungsvolle Zigeunerfilme wie die Satra oder  Schwarze Katze weißer Kater. Darüber hinaus hatte ich auch 2-3 persönliche Freundschaften, was erfahrungsgemäß nicht alle politisch korrekte Multikulti-Anhänger vorweisen können. Das sonst häufigste Kriterium, der Urlaub zu dem Sonne-Mond-und-Sterne-Land kommt im Falle der Zigeuner nicht in Frage, weil die Zigeuner dank ihrer Nomaden-Vergangenheit weder einen eigenen Staat, noch ein eigenes ethnisches Gebiet vorweisen können. Forderungen nach einem eigenen Land kommen schon öfters vor. Ich selber hatte neulich bei Youtube welche gelesen.

Image:Targu Jiu in Romania.png

Cem Romengo - ist der Name des ersten (zuerst noch fiktiven) Zigeunerstaates. Es befindet sich in Tg. Jiu in Rumänien und wurde vom dortigen Bulibasha Julian Radulescu 1997 ausgerufen. Er nennt sich Kaiser Julian I


Gypsies are entitled not only to their culture but also to their own homeland. The entire world should see to this rightful historical demand. It is Europe's moral responsability to do so, specially after the infamous Gypsy holocaust perpetrated by the Germans and their partners in mass murder. Long live the GYPSY REPUBLIC!


http://www.youtube.com/watch?v=XJh5rf_bgNU&feature=related


Sicherlich ist es eine Einzelstimme. Aber man bekommt in den verschiedenen Foren, Blogs und Youtube-Kommentaren Eindrücke und Impressionen über Wünsche und Beweggründe, über die Befindlichkeit der Volksseele, die weder in der Presse noch im Fernsehen herüberkommen.
Der Kommentator globalconsult (1 week ago)  hat seinen Wunsch, wo diese GYPSY REPUBLIC liegen soll, nicht präzisiert. Sein Gebietsanspruch könnte sich nach den benannten Germans orientieren, oder aber auch auf Rumänien, Ungarn, Bulgarien, Moldawien der Ukraine, oder einem anderen osteuropäischen Land. Fakt ist, dass die osteuropäischen Länder massive Probleme mit dieser Minderheit haben, die auf demographischem Wege seine Position stärken will. Bereits beim Fall des Eisernen Vorhangs tauchten immer mehr Zigeuner im Westen auf, wurden überwiegend mit den Namen ihrer Passländer versehen und gingen kriminellen Tätigkeiten nach. In diesem Herbst kam es zu Konfliktsituationen mit Zigeunermigranten in Madrid und in Rom, die von der internationalen Presse nicht mehr verdrängt werden konnten.


Solche Konflikte gab es in den Herkunftsländern schon seit langem. Der Zweck dieses Artikels ist, ein paar solcher Konflikte und Ängste aufzuzeigen. Ihre Natur scheint der von der islamischen Einwanderung verursachten westeuropäischen Konflikten und Ängsten sehr ähnlich zu sein. Viele Traditionen der Zigeuner sind sogar den Traditionen der Moslems recht ähnlich: Kinderehen, lockere Ehebindungen, Überlegenheitsanspruch des Mannes, Kinderreichtum, Mangel an Selbstverantwortung, mangelhafte Akzeptanz der europäischen Werte führen zu: erhöhte Kriminalitätsrate, defizitäre Selbstversorgung, kaum Beteiligung an der Finanzierung der gemeinschaftlichen Infrastruktur, Explosion der Geburtenrate u. ä. Der größte Unterschied besteht darin, dass die Moslems das   Sexualverkehr oder Ehebündnis zwischen ihren Töchtern o. Frauen und Europäer zulassen. Der Vergleich zwischen den Moslems und Zigeunern ist nicht mir eingefallen. In den letzten Jahren, wenn immer ich irgendwie über Türken in Deutschland gesprochen habe, kam die prompte Antwort: „Wie die Zigeuner bei uns“. Rückwanderer aus dem Westen erzählten gar, dass das Zigeunerproblem dort schlimmer sei.


Die Nationalgarde Ungarns hat diesen Sommer für einiges Aufsehen gesorgt. Die Bildung der Ungarischen Garde richtet sich nicht zuletzt gegen. Hier ist ein Youtube-Video:
http://www.youtube.com/watch?v=LrDGbBqhpUQ
Es handelt sich um eine Veranstaltung im Dorf Tatarszentgyörgy, 60 km südöstlich von Budapest. Bevölkerung: 1900 – mit einem beträchtlichen Zigeuneranteil. Die Garde ist durch das Ort marschiert, als Protest gegen „den wachsenden Zigeunerterror“.
Auszüge: „Eine extremistische Zeitung betitelt ihren Artikel „Endlich, die Ungarische Garde gegen den die Bevölkerung erdrückenden Zigeunerterror (mit Plakat)“
Plakat: Für die Sicherheit der Region. Wir brauchen kein neues Olaszliszka. Etwa 200 Gardisten wollen durch das Dorf marschieren und anschließend  Reden halten.
Die Zigeuner im Video: „Wir wissen nur, dass sie kommen und wir sollen die Kinder nicht hinauslassen.“ „Zigeuner sind nicht auch Menschen?“ Warum schicken sie die Rassisten hierher?“
Die Garde sagt: Sie gehen nach Tatarszentgyörgy, weil die Zigeuner dort die ungarische Bevölkerung terrorisieren. Die ungarische Bevölkerung dort sieht keine andere Lösung. Tatarszentgyörgy soll nur die erste Station sein. Die örtliche Polizei bereitet sich vor, aber verbietet den Aufmarsch nicht, da die Veranstaltung (Polizeisprecherin Minute 01:47) friedlich sein wird. Der Nationale Verband der Zigeuner fordert die Behörden auf, sich von solchen „Provokationen“ zu distanzieren. (Bezug auf Nazi-Deutschland)
Der Bürgermeister: Die Führung des Dorfes akzeptiert alle gutgemeinten Beiträge für die Verbesserung der Sicherheit innerhalb der Gemeinde, deren Instrument aber nicht das Schüren von Angst und Ausschließung sein darf, sondern vielmehr die Veranstaltungen mit erzieherischem und aufklärerischem Charakter.
Die Kommentare unter diesem Video, wie auch andere ähnliche Videos deuten darauf hin, dass der Konflikt zwischen den Ungarn und den Zigeunern bereits mächtig eskaliert sind und dass es für Nichtzigeunern immer mehr No-Go-Areas gibt.


Olaszliszka:


Am 16.10.2006 wurde im Dorf Olaszliszka ein Zigeunermädchen überfahren. Das Mädchen stand auf und lief weg.  Die spätere Untersuchung (Arzt: Dr. Al-Droubi Huszni?!) im Krankenhaus von Satoraljaujhely ergab, dass, das Mädchen nur Prellungen hatte, die innerhalb von 8 Tagen verheilten.
Nach dem Unfall stürmte die Familie auf die Straße,  zerrte den Fahrer (einen Lehrer) aus seinem PKW und lynchte ihn vor den Augen seiner Töchter, die sich in ein Haus flüchteten. Der Mann bettelte bis zum letzten Moment, dass man seine Töchter verschonen soll. Mehrere Täter der Lynchjustiz wurden verhaftet. Unter den Verhafteten Tätern war auch ein Zigeuner, der kurz davor in die Nationalverwaltung der Zigeuner gewählt wurde. Nach den Geschehnissen wurde die Aggressivität der Zigeuner in der ungarischen Öffentlichkeit stark diskutiert. Der Präsident der Nationalverwaltung der Zigeuner Kolompar Orban sagte, „dies ist keine Zigeunerangelegenheit. Es geschah ein Mord, das ist also eine Straftat“. (Die betreffenden Erklärungen erinnern stark an „Das hat nichts mit dem Islam zu tun“.)


http://www.youtube.com/watch?v=ixe0L0DCrCU&feature=related
Schlägerei zwischen Zigeuner und die Gendarmerie in Rumänien
Tigeunerdiebe in Spanien mit Beutegut:
http://www.youtube.com/watch?v=8PeMTeUGZR8&feature=related
Diebe in Paris:
http://www.youtube.com/watch?v=A_-S4uQseec&feature=related
Serbien:
http://www.youtube.com/watch?v=NJfkfDd3aiI&feature=related


Nicht selten findet man in den Kommentaren bissige Bemerkungen über die vielen Kindern, hoher Arbeitslosigkeit und Leben auf Kosten der Allgemeinheit. Einige Kommentatoren sagen klar heraus, dass die Zigeuner sich mit den Sozialhilfezahlungen immer mehr vermehren, während die Einheimischen, die arbeiten, nur noch 1-2 Kinder großziehen können.
Vielleicht können meine Leser mit anderen Quellen und Sachbeiträgen das Bild erweitern. Interessierten kann ich empfehlen, bei den Youtube-Videos auf den anderen Videos im Strang zu achten, nach Kommentaren in ihnen bekannten Sprachen zu achten, evtl. selber Fragen in Englisch zu stellen.

Gipsy-Ghetto in Chanov in Tschechien.

Aus der englischsprachigen Wikipedia

In Deutschland leben heute ca. 80.000-120.000 Zigeuner. Diese Gruppe ist relativ gut integriert und es gibt keine nennenswerte Konflikte mit den anderen Bevölkerungsteilen.

Ungarn:

The number of Roma people in Hungary is disputed. In the 2001 census only 190,000 people called themselves Roma, but sociological estimates give much higher numbers, about 5%-10% of the total population. Since World War II, the number of Roma has increased rapidly, multiplying sevenfold in the last century. Today every fifth or sixth newborn is Roma. Estimates based on current demographic trends project that in 2050, 15-20% of the population (1.2 million people) will be Roma.

Heute sind schätzungsweise 5-10% der Bevölkerung Zigeuner. Bis zum 2050 soll diese Zahl auf 20% steigen.

There is a sizable minority of Roma people in Romania, of 535,140 people or 2.5% of the total population (2001 census). Some groups claim, however, that there are up to 2 million ethnic Roma in the country.[citation needed] The Roma are the most socially-disadvantaged minority group in Romania, even though there are a variety of governmental and non-governmental programs for integration and social advancement, including the National Agency for the Roma and Romania's participation in the Decade of Roma Inclusion. As an officially-recognised ethnic minority, the Roma people also have guaranteed representation in Parliament and official recognition of their language in areas where they make up more than 20% of the population.

In 1997, the self-proclaimed emperor of the world's Roma, Iulian Rădulescu, announced the creation of Cem Romengo, the world's first Roma state in Târgu Jiu, in southwest Romania. According to Rădulescu, "this state has a symbolic value and does not affect the sovereignty and unity of Romania. It does not have armed forces and does not have borders".

Bulgaria:

Main article: Roma in Bulgaria

Roma people constitute the second largest minority and third largest ethnic group (after Bulgarians and Turks) in Bulgaria. According to the 2001 census, there were 370,908 Roma in Bulgaria, equivalent to 4.7% of the country's total population.

Man sollte beachten, dass alle Quellen die Dunkelziffer höher schätzen. Nach quellenangabe gibt es die sogenannte Ethnienmigration, indem Zigeuner angeben, anderen Ethnien anzugehören.

Kybeline am 20.12.07 13:37


Verheerende Bilanz der Türkenherrschaft in Ungarn

 

Áus dem Epos: "Die Gefahr von Sziget" - Zrinyi
Wir lebten wie Helden und sterben wie Helden,
So lassen wir die Kunde von unserer Welt leben,
Heute ziehen wir Ehre auf unseren Namen,
Dieser Tag veredelt unsre vergang'nen Taten.

...
In unserer letzten Stunde soll der Türke darben
Damit er erkenne, dass Gott bei den Christen weilt.

Die verherende Bilanz der Türkenherrschaft in Ungarn Aus: Paul Lendvai - Die Ungarn. ein Jahrtausend Sieger in Niederlagen

Die nationale Katastrophe von Mohács bedeutete eine Zäsur nicht nur in der ungarischen, sondern auch in der ost- und mitteleuropäischen Geschichte. Papst Pius II bezeichnete Ungarn als "Vormauer und Schild der Christenheit". Nun wurde aus der mitteleuropäischen Großmacht, die fast 150 Jahre einen Sperriegel gegen die türkische Expansion gebildet und auf dem Balkan immer wieder als Speerspitze des Widerstands gegen die osmanische Herschaft gewirkt hatte, ein Niemandsland.

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Während die Gegenkönige einander auf den Trümmern des Staates bekriegten, besetzten die Trüken schrittweise den fruchtbaren Teil des Landes, das eigentliche Siedlungsgebiet der magyaren, die Donau-Theiß-Ebene samt ihren Randgebieten. Mit Lug und Trug gelang es Suleiman 1541 nach zwei vorübergehenden Einnahmen, auch die Hauptstadt Buda ohne einen Schuß oder Schwertstreich endgültig zu besetzen: unter dem Vorwand des Schutzes des einjährigen Johann Sigismund und seiner Mutter.

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Es ist heute müßig, darüber zu spekulieren, ob die Niederlage von Mohács oder der Fall von Buda den absoluten Tiefpunkt im Niedergang der historischen Ungarn im Sinne der definitiven Dreiteilung darstellte. Alle ungarischen Historiker sind sich aber einig, dass rund 170 Jahre der Osmanenherrschaft die größte Katastrophe der ungarischen Geschichte bedeuteten, mit schicksalhaften demographischen, ethnischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass die Wurzeln jener Entwicklung, die mit dem erzwungenen Friedensvertrag von Trianon nach dem Ersten Weltkrieg zur Amputation des historischen Ungarn führte, in die Türkenzeit vor über 400 Jahren zurückreicht.

Für die Zukunft Ungarns war es besonders tragisch, dass die fast ausschließlich von Magyaren besiedelten Gebiete, also die Große Tiefebene und die Hügellandschaft Transdanubiens, die schwersten Verluste hinnehmen mußten, während die von den Deutschen bewohnten Städte und auch die Siedlungsgebiete der Slowaken, Rumänen und Ruthenen in Nordungarn und Siebenbürgen relativ glimpflich davonkamen. Das früher reichste Gebiet in Südungarn und die zentrale mittlere Ebene waren in den ersten Kämpfen am stärksten verwüstet und die Bevölkerung schon Mitte des 16. Jahrhunderts ausgerottet worden. Vor Mohács stellten die Magyaren rund 75 Prozent bis 80 Prozent der auf 3,5 bis vier Millionen geschätzten Gesamtbevölkerung. Um 1600 schätzte man sie aber nur mehr auf etwa 2,5 Millionen. Nach dem Rückzug d er Türken betrug die geschätzte Einwohnerzahl rund vier Millionen; dass heißt, um 1720 hat sie den spätmittelalterlichen Stand knapp überschritten.

Bei diesen Zahlen müssen zwei wichtige Faktoren beachtet werden. Unter normalen Umständen hätte sich die Bevölkerung in 200 Jahren mindestens verdreifachen müssen, meinte Thomas von Bogyay. nach seinen Schätzungen ging der natürliche Zuwachs von acht bis zehn Millionen Menschen aber vollständig verloren - fast ausschließlich auf Kosten der Ungartums. Szekfü ging sogar so weit zu behaupten, dass ohne türkische Intervention die Bevölkerung bis Ende des 17. Jahrhunderts auf 15 bis 20 Millionen hätte steigen können. Der Anteil der Ungarn wäre dann 80 bis 90 Prozent gewesen. Vorsichtigere Schätzungen gehen von einem Nettoverlust von einer Million Menschen aus. Danach hätte Ungarn nach der Türkenzeit etwa so viele Einwohner aufweisen sollen wie England.

Noch gravierender war aber die radikale Verschiebung der ethnischen Zusammensetzung zuungunsten der Ungarn. Sie hatten die Hauptlast der Kämpfe getragen. Es waren vor allem die ungarischen Sklaven, die im Osmanischen Reich sehr begehrt waren und besonders hohe Preise auf den Sklavenmärkten des Orients erzielten. Die Ungarn litten auch deshalb mehr als etwa die Bewohner der Balkanländer, weil sie sich nicht in schwer zugänglichen Bergregionen verstecken konnten. Ferner war die Zahl der zum Islam Konvertierten im Gegensatz zum Balkan minimal.

Die ständige Flucht von Serben nordwärts und Slowaken südwärts sowie der massive Zustrom von Rumänen aus der Walachei verringerten den ungarischen Anteil an der Gesamtbevölkerung auf rund die Hälfte. Allein 1690/91 wurden rund 200.000 serbische Flüchtlinge vor einer trükischen Gegenoffensive auf Anordnung Kaiser Leopolds in Ungarn aufgenommen. Wenn man noch die bewußte, großangelegte Ansiedlung von Deutschen und Slawen im 18. Jahrhundert vorgreifend erwähnt, so ist es nicht überraschend, dass die Volkszählung von 1787 bei einer Einwohnerzahl von 8,5 Millionen einen ungarischen Anteil von lediglich 39 Prozent aufwies. Hinter diesen trockenen Zahlen verbirgt sich eine tragische nationale Entwicklung.

Die südlich der Linie Györ-Buda-Debrecen gelegene Große Tiefebene wurde im Laufe der Jahrzehnte durch Verwüstung, Verödung und Abholzung in eine baumlose, steppenartige Pußta umgewandelt. Einst blühende Dörfer blieben nach der Flucht der Bauern menschenleer. Selbst in Vác (Weitzen), nicht weit von Buda, traf ein Reisender 1605 eine Handvoll Bauern an, die nur vom Hörensagen wußten, dass an der STelle, wo ihre armseligen Hütten standen, früher eine reiche Stadt gewesen sei. Edward Brown, ein Reisender aus ENgland, berichtet 1669/70, dass er von Wien bis Belgrad durchweg über eine endlos scheinende dunkelgrüne Grassteppe dahingefahren sei, die Landschaft machte auf ihn den Eindruck eines gewaltigen Meeres.

Lady mary Wortley Montagu, mit ihrem zum britischen Gesandten bei der Hohen Pforte ernannten Gemahl nach Konstantinopel unterwegs, schreibt am 16. Januar 1717 ihrer Freundin aus Wien:

Prinz Eugen war so gütig, mir das alles zu sagen, um mich zu überreden, das Auftauen der Donau abzuwarten und bequem zu Wasser zu reisen. Er versicherte mir, dass die Häuser in Ungarn nicht einmal gegen das Wetter schützen und dass ich von Buda bis Esseg ohne ein Haus anzutreffen, drei oder vier Tage durch wüste, mit Schnee bedeckte Ebenen würde reisen müssen, wo die Kälte so heftig ist, dass sie viele getötet hat. Ich bekenne, dass diese Schrecknisse einen tiefen Eindruck auf mein Gemüt gemacht haben...

Die Bilanz der Türkenzeit im zentralen Ungarn und auch in Transdanubien war ein vollständiges Ausbluten ganzer Landstriche. Der großflächige Ruin erstreckt sich Mitte des 17. Jahrhunderts in den türkisch besetzten Gebieten auf 90 Prozent der Ebenen, auf zwei Drittel des Getreideackerlandes und auf die Hälfte der Viehhaltung. Aber damit nicht genug. Nach der Besetzung Süd- und Mittelungarns verwüsteten die Truppen des Sultans nicht nur in den "großen" Kriegen alles, was ihnen in den Weg kam, sondern auch in den ständigen Kleinkriegen der sogenannten Friedneszeiten - bis hin zu ganzen Dörfern. Besonders gefürchtet waren die Krimtataren, die als Hilfstruppen durch Ungarn und Siebenbürgen zogen und überall eine Blutspur hinterließen.

Selbst im Verwaltungsbezierk Buda, also um die frühere Hauptstadt, registrierten die türkischen Beamten einen Rückgang der steuerzahlenden Haushaltsvorstände von 58.742 im Jahr 1577/78 auf nur 12.527 im Jahr 1662/63. Kampfhandlungen, Seuchen, die Verschleppungen und nicht zuletzt die Ermordung von zahlreichen Flüchtlingen, samt den Hungersnöten, entvölkerten einst blühende Gebiete. Nun lebten dort die eingesickerten oder angesiedelten Rumänen und Serben oft in primitiven, halb in der Erde versunkenen Holzhütten, die sie bei Überweidung des Ackerlandes oder bei Gefahr von Grenzzwischenfällen sofort verließen.

Nichts könnte die Dimensionen der Verwüstung besser illustrieren als die Tatsache, dass selbst eine Generation nach dem Abzug der Trüken Debrecen, die größte Stadt Ostungars, nur 8000 und Szeged in Süden bloß 5000 Einwohner zählte. Im Umkreis von etwa 40 Kilometern außerhalb dieser Zentren gab es kaum mehr eine Siedlung. Auch Transdanubien wurde schwerstens heimgesucht. Dieses Gebiet war am Ende des Mittelalters, in den 1490er Jahren, fast völlig von Ungarn bewohnt. Damals zählte man 900.000 Bewohner. Unter türkischer Herrschaft schrumpfte die Bevölkerung auf ein Drittel, und selbst 1720 zählte man erst rund eine halbe Millione, wobei der ANteil der Magyaren auf etwa 50 Prozent gefallen war.

Die türkischen Eroberer teilten das Land in fünf Paschaliks (=Amtsbereich eines Paschas) unter der Kontrolle des Beglerbeg, des Paschas von Buda, auf Eigentümer des gesamtesn "Khas" Güter "für Allah", also direkt, verwaltete. Während die staatlichen Güter eine gewisse Rechtssicherheit und Beständigkeit in der Verwaltung boten und den Bauern oft weniger Belastungen als bei den früheren Grundherren ertragen mußten, wollten die türkischen Berufssoldaten (spahis) und Beamten aus den als Lehen auf Widerruf zugeteilten Gütern in möglichst kurzer Zeit einen möglichst hohen Gewinn herauspressen. Die Folge war eine frücksichtslose Ausbeitung und damit korrespondierend die Landflucht der Bauern. Die berühmte Pußta in Ostungarn mit der extensiven Großviehzucht ist vor allem auch ein Erbe aus dieser Zeit.

Die Verwaltung des türkisch besetzten Drittels des ungarischen Teritoriums blieb in jeder Hinsicht ein Fremdkörper. Das einzige Ziel der Eroberer war die Absicherung ihrer Vorherrschaft in den besetzten Gebieten. Auch die häufigen Wechsel in den Ämtern und die Belehnungen dienten diesem Zweck. Je höher der Rang des Beamten, desto kürzer sein Aufenthalt in Ungarn - mit dieser Faustregel wußte man in Konstantinopel (Istanbul) persönliche Bindungen zu verhindern. Während der 145 Jahre türkischer Besatzung von Buda zählte man 99 Paschas in dieser höchsten Position.

Die relative nationale und religiöse Freiheit war die natürliche Folge einer Verwaltung, welche die lokalen Instititionen ignorierte und gerade dadurch ihre Exitsenz zementierte. Solange die Verpflichtungen gegenüber den Besatzern erfüllt wurden, mischten sich die Türken nicht in die inneren Angelegenheiten der Rajahs, der christlichen Untertanen, ein. Es gab keine Bestrebungen zu einer Verschmelzung oder Assimilierung der ungarischen Bevölkerung, deren Zahl unter direkter türkischer Herrschaft zwischen einer und anderthalb Millionen, je nach den diversen Schätzungen, schwankte.

Darüber hinaus machten die Türken keinen Unterschied zwischen Adligen und Leibeigenen. Nicht nur die einfachen Soldaten auf dem Schlachtfeld, sondern auch die loyalen Bauern konnten den Adelsbrief relativ leicht bekommen. Zunächst war die Erhebung in den Adelsstand oft ein leeres Wort und wahscheinlich deshalb so leicht zu erlangen. Ein starkes Anwachsen der Zahl armer Kleinadliger gab es nämlich nicht nur im Königlichen Ungarn und im Fürstentum Siebenbürgen, sondern auch im türkischen Gebiet. Die Türken duldeten, dass die Bauern und die Gemeinden dem ungarischen Staat, bzw. ihren abwesenden, weil nämlich rechtzeitig geflüchteten Grundherren Abgaben leisteten und sogar kommunale Projekte und Rechtstreitigkeiten den im königlich-habsburgischen Landesteil amtierenden Komitatsbehörden vorlegten. Dass es keine geschlossenen Grenzen gab und dass die Händler, Geistlichen und Prediger ungehindert von einem Herrschaftsgebiet ins andere reisten bzw. zurückkehren konnten, verlieh dem Nationalgefühl und dem Überlebenswillen einen langfristig ungeheuer wichtigen Auftrieb.

Vor diesem Hintergrund ist auch die Relevanz der politischen Witze im kommunistisch regierten Ungarn 400 Jahre später zu verstehen:

Warum war (der russische) Staatschef Nikolai Podgorny kürzlich zu offiziellem Besuch in der Türkei? Antwort: Um herauszufinden, wie seinerzeit die türkischen Truppen über 150 Jahre in Ungarn bleiben konnten...

Oder eine andere Variante, mit Blick auf die regelmäßigen Feiern zum Jahrestag der von den meisten Ungarn als Knechtschaft betrachteten "Befreiung" durch die Rote Armee:

Ein Abgesandter Moskaus fuhr nach Ankara, um bei den zuständigen Behörden eine Auskunft einzuholen.

Frage: Wie haben es die Türken seinerzeit angestellt, diese aufsässigen Ungarn 150 Jahre lang zu beherrschen?

Antwort des ungenannten hohen Beamten in der türkischen Hauptstadt: So viel ist sicher, den Jahrestag der Schlacht bei Mohács haben sie nicht feiern lassen...

Das türkische System sei in seinen besten Zeiten völlig unproduktiv und in den häufigeren schlimmsten Perioden grausam destruktiv gewesen, meint macartney und fügt noch hinzu, außer einigen Bädern und Festungen hätten die Türken nichts nach Ungarn gebracht, dafür aber das, was sie dort vorfanden, zerstört oder dem Verfall presigegeben.

Türkische Motive tauchen allerdings wiederholt in den Versen des ersten großen ungarischen Dichters Bálint Balassi auf, der bei der Belagerung der Burg Esztergom 1594 gegen die Türken fiel und dessen Lyrik in den Worten des ungarischen Literaturhistorikers György Mihály Vajda "echte Religiosität" ebenso wie "sinnliche Zügellosigkeit" spiegelt. Aus einer Familie von mittelalterlichen Raubrittern und Renaissance-Abenteurern stammend, schrieb und sprach er neun Sprachen. Mal bekalgte Balassi den "Verderb der ungarischen Nation", mal sang er das Lob der Wienerinnen Susanna und Anna-Maria aus dem "Tiefengrabenstädchen". Balassi wurde berühmt wegen seiner Liebesabenteuer, aber mehr noch als Krieger auf dem Schlachtfeld. Seine schönsten Liebesgedichte hat man allerdings erst 1897 (!) gefunden und veröffentlicht.

Balassi war nicht der einzige, wenn auch - bis zum Tode Sándor Petöfis 1849 - der genialste Lyriker, der den Heldentod starb. Damals wie später lieferten die Zusammenstöße um die Grenzfestungen entlang der Randgebiete des königlich-habsburgischen Ungarn und des Fürstentums Siebenbürgen, die verwegenen Ausbruchsversuche aus einem Belagerungsring, blitzschnelle Angriffe in Feindesland und legendäre Zweikämpfe zwischen berühmten Kriegen den Stoff für Dichter und Komponisten.

Die heldenhaften Kommandanten der Burgen und Grenzfestungen, wie Miklós Jurisich bei Köszeg (Güns). György Szondi bei Drégely, István Dobó bei Eger (Erlau) und vor allem Miklós Zrinyi bei Szigetvár hielten durch ihren Wagemut wiederholt nicht nur türkische Großangriffe gegen Wien auf. Sie gingen auch in die ungarische und deutschsprachige Literaturgeschichte ein. So schrieb der berühmte Feldherr und Dichter Graf Miklós Zrinyi fast hundert Jahre danach über seinen Urgroßvater gleichen Namens und seinen heldenhaften Tod das Epos Die Gefahr von Sziget. Anderthalb Jahrhunderte später verwendete der Dichter Theodor Körner das gleiche Thema in seinem 1812 in Wien uraufgeführten Drama Zriny. Körner läßt einen Kämpfer sagen: "Ein freier Ungar beugt sich nur vor Gott und seinem König!" Die Hymnne auf den ungarischen Heldenmut und die Treue der Ungarn zu ihrem Herrscher soll von den Wienern, mit Blick auf den Freiheitskampf gegen Napoleon I., stürmisch bejubelt worden sein.

Bereits zur Zeit der Türkenkämpfe hatte die ungarische Taperkeit europäischen Ruhm erlangt. Aeneas Sylvius Piccolomini, der spätere Papst Pius II., schreibt in einem privaten Brief, vergössen die Ungarn nicht ihr Blut, müßten die anderen europäischen Nationen es tun. Auch zeitgenössische deutsche, französische und italienische Beobachter loben die Kriegertugenden der Ungarn. Der Kroate Georgievitz, der sich "Peregrinus Hungaricus" nennt, ruft 1554 aus: "Welche Nation ist tapferer als die ungarische?"

In einem grundlegenden Essay über das europäische Ungarnbild bemerkt Sándor Eckhardt, dass sich manchmal auch Mitleid in diese Verherrlichung mischt, wie zum Beispiel bei Voltaire: "Unter allen Völkern, die im Laufe der Geschichte vor unseren Augen vorbeizogen, war keines so unglücklich wie die Ungarn. ... Vergeblich brachte die Natur kräftige, schöne, geistvolle Menschen in ihr hervor..." Eckhardt zitiert auch Jean Bodin, der den Schlüssel zur Kriegstüchtigkeit der Magyaren in der Witterung im Sinne der antiken Klimalehre zu finden vermeint: "Ungarn ist ein windiges Land; daher sind seine Bewohner auch lebhafter und kriegerischer." Dagegen sei der Franzose höfflich und von angenehmen Sitten, weil er unter einem gemäßigten Himmelstrich lebe...

 

 

Die Osmanische Expansion und Herrschaft war für Mittel und Osteuropa weit verherender als alle Schreckensherrschaften des zwanzigsten Jahrhunderts (Nazizeit, Stalinismus und Kommunismus) zusammen. Die blühendsten Reichen und Staaten des alten Europa fielen ihr zum Opfer: Byzanz, das zivilisierteste Reich der damaligen Welt; Ungarn, vor der Zeit der Osmanen ein blühendes Großreich; das Bulgarenreich; die Republik Venedig. Die Moderne Türkei regiert heute noch unrechmäßig über unterdrückte Fremdvölker und kurdische, armenische und griechische Fremdgebiete.

Ich hoffe, dass meine Leser aus diesem Text wichtige Erkenntnisse beziehen. Hier werden nämlich auch die dunklen Seiten einer islamischen Herrschaft angeleuchtet und dadurch gewinnt man eine genauere Vorstellung, wie das Leben z. B. im friedlichen Al Andaluz von einst ausgesehen haben mag, was unter der religiösen Toleranz der Moslmes vorzustellen ist. Westliche Geschichtsschreiber unserer Tage präsentieren ein ähnlich verklärtes Bild der Osmanenerrschaft, wie das in jeder TV-Dokumentation und in jeder wissenschaftliche Abhandlung über das Osmanenreich zu finden ist (siehe auch unseren Archiv)

Das wichtigste, was ich meinen Lesern mitgeben will, ist aber das Erkenntnis, was es bedeuten wird, vor einer niedrigeren "Kultur" überrannt und beherrscht zu werden. Ungarn hatte beides erfahren. Die Abhängigkeit vom Österreichischen Reich und vom äußerst rückständigen Osmanischen Reich. Eine rückständige Islamische Herrschaft kann und darf man mit einer zivilisierten Unterdrückungsherrschaft, wie z. B. die Kolonialherrschaft oder die Naziherrschaft, nicht vergleichen.

Kybeline am 13.12.07 09:34


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