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Zusammenstöße zwischen Polizei und Jugendliche in Budapest

der Standard

Erneut Zusammenstöße zwischen Polizei und Rechten

Kleinere Scharmützel - Sicherheitskräfte trieben rund 200 Jugendliche auseinander

Budapest - In der Budapester Innenstadt ist es am Abend des Jahrestags der Revolution 1956 erneut zu kleineren Scharmützeln zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Auf einer Straßenkreuzung unweit des Parlaments attackierten laut ungarischen Medienberichten am Dienstagabend rund 200 Jugendliche die Polizeikräfte mit Steinen und Flaschen. Diese setzten daraufhin Schlagstöcke und Tränengas ein und trieben die teils vermummten Protestierer innerhalb kurzer Zeit auseinander. Die schweren Ausschreitungen vom Vorabend wiederholten sich nicht.

 

Kurz zuvor hatten einige Demonstranten dazu aufgerufen, den am Montagabend festgenommenen Demonstrantenführer Laszlo Toroczkai aus dem Polizeigefangenenhaus zu "befreien". Dieser war jedoch bereits zuvor aus Budapest weggebracht worden, wie die Polizei bekanntmachte. Im März dieses Jahres hatte eine ähnliche "Befreiungsaktion" am Abend des Feiertages der Revolution von 1848 zu Straßenkämpfen zwischen Polizei und Protestierern geführt.

Ruhige Feiern

Die offiziellen Feierlichkeiten zum Gedenken an die Revolution 1956 gingen am Dienstag indes ruhig zu Ende. Sie wurden auch von Anti-Regierungs-Demonstranten nicht gestört.

Am 23. Oktober 2006 war es am Abend der 50-jährigen 1956er Gedenkfeiern zu schweren Ausschreitungen in der Budapester Innenstadt gekommen, die bis spät in die Nacht andauerten. Die Demonstranten errichteten Barrikaden, verwüsteten ganze Straßenzüge und lieferten sich stundenlange Straßenschlachten mit der Polizei. Hintergrund der Proteste war eine im September 2006 bekanntgewordene interne Rede des sozialistischen Regierungschefs Ferenc Gyurcsany, in der dieser zugegeben hatte, das Volk im Wahlkampf über die Situation des Landes "belogen" zu haben. (APA)

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27.10.07 16:13
 



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