Die EU plant bereits die ESVP-Mission, die KFOR ablösen soll, wenn Kosovo unabhängi wird.
Das verlautete aus Diplomatenkreisen in Brüssel. Die sogenannte ESVP-Mission sieht die Entsendung von rund 1400 Polizisten und 400 weiterer EU-Beamter vor. Bislang war eine Entscheidung am Widerstand Zyperns gescheitert, das eine Unabhängigkeit des Kovosos ablehnt. Zypern habe seine Vetodrohung gegen die Mission aufgegeben und sich nicht an der Abstimmung beteiligt, teilten Diplomaten mit. Der Beschluss musste unter den abstimmenden Ländern einstimmig gefasst werden, was mit der Nichtteilnahme Zyperns an der Abstimmung ermöglicht wurde. Eine Entscheidung über den Beginn der Mission sei aber noch nicht getroffen worden, sagten die Gewährsleute. Die EU-Mission soll die bisherige Uno-Mission ablösen.
Tagesanzeiger.ch
Und hier auch:
Zum Geld: Die Schweiz hat seit 1996 insgesamt 1,5 Milliarden Franken für zivile und militärische Hilfeleistungen in Kosovo ausgegeben, bestätigt EDA-Sprecher Knuchel. Allein die etwa 220 Mann starke Swisscoy-Truppe in Kosovo kostet im Jahr bis zu 40 Millionen Franken. Dieser Geldfluss lässt sich in der Schweizer Öffentlichkeit besser rechtfertigen, wenn die Schweiz sich profiliert als Geburtshelferin eines selbstständigen Kosovos, das dereinst vielleicht weniger Schweizer Hilfe nötig hat.