Mitblogger mit Kenntnisse der
südosteuropäischen Kulturen gesucht.



  Startseite
    Europäische Union
    Kreuzfahrer
    Literarische Texte
    Juden im Osmanischen Reich
    Armenien
    Kroatien
    Serbien
    Russland
    Byzantinisches Reich
    Ungarn
    Bulgarien
    Rumänien
    Griechenland
    Bosnien
    Sonstiges
    Zypern
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Daniel L. Schikora
   parteigruendung EW
   Al Europa - Hungarian Blog
   BIRN



Google

www Blog
counter

kostenloser Counter

Map IP Address
Powered byIP2Location.com



http://myblog.de/beleidigend

Gratis bloggen bei
myblog.de





Zahlen und Fakten zu den Hintergründen des Jugoslawischen Krieges



Ethnische Zusammensetzung von Bosnien-Herzegovina:

 
 
1953
%
1961
%
1971
%
Moslems
891.798
32,3
842.248
25,7
1.482.430
39,6
Serben
1.264.045
44,4
1.406.07
42,9
1.393.148
37,2
Kroaten
654.227
23
711.665
21,7
772.491
20,6
Jugosl.
-
-
275.883
8,4
43.796
1,2
 
 
 
1981
%
1991
%
Moslems
1.630.033
39,5
1.905.829
43,7
Serben
1.320.738
32
1.369.258
31,4
Kroaten
758.140
18,4
755.892
17,3
Jugosl.
326.316
7,9
239.845
5,5
 

Aus : Marie-Janine Calic : « Krieg und Frieden in Bosnien-Hercegovina, 1995, Suhrkamp, Seite 79

Ebenfalls aus diesem Buch, Seite 33:

 
Auch die regionalen Disparitäten konnten die Kommunisten nur ansatzweise einebnen. Als 1918 der Staat der Serben, Kroaten und Slowenen entstand, differierte die Analphabetenrate regional zwischen 9% und 90%, eine Kluft, die in den folgenden Jaharzehnten nur mühsam überbrückt wurde. Noch 1981 schwankte die Quote zwischen 0,8% (Slowenien) und 187,6%(Kosovo) Das schroffe sozialökonomische Entwicklungsgefälle produzierte harte Verteilungskämpfe zwischen den Republiken und Nationen des Vielvölkerstaats. 

Auch die regionalen Disparitäten konnten die Kommunisten nur ansatzweise einebnen. Als 1918 der Staat der Serben, Kroaten und Slowenen entstand, differierte die Analphabetenrate regional zwischen 9% und 90%, eine Kluft, die in den folgenden Jaharzehnten nur mühsam überbrückt wurde. Noch 1981 schwankte die Quote zwischen 0,8% (Slowenien) und 17,6%(Kosovo) Das schroffe sozialökonomische Entwicklungsgefälle produzierte harte Verteilungskämpfe zwischen den Republiken und Nationen des Vielvölkerstaats.

 

Auch in anderen Stellen kommt deutlich hervor, dass die Völker des jugoslawischen Vielvölkerstaates (Multikulturalismus) zwar in einem künstlichen politischen Konstrukt nebeneinander existierten, aber in getrennten Parallelgesellschaften lebten.

 

Als  Soziologen Ende 1991, dem Höhepunkt des serbisch-kroatischen Krieges in Kroatien, in Bosnien-Hercegovina eine Umfrage durchführten, wollte nur ein Zehntel der Befragten bestätigen, dass die Nationalität ein wichtiges Kriterium für eine Freundschaft sei.  Die überwiegende Mehrheit maß dem keine Bedeutung zu. Aber schon im Hinblick auf die Wahl der Nachbarn und Eheparnter wandelte sich das Bild. Fast 43% der Muslime, 39% der Kroaten und 25% der Serben wollten sich bei der Partnerwahl auch an der Nationalität orientieren. Und jeweils ein Drittel der Bevölkerung gab an, sich in der Nachbarschaft von Konnationalen sicherer zu fühlen als in „fremden“ sozialkulturellen Milieus.

 

Da ich nur die Fakten aus dem besagten Buch herausnehmen wollte, hier die jeweiligen Quellen, dessen sich Frau Calic bediente:

 
Die demographische Tabelle ist aus: Enciklopedija Jugoslavije, Bd 2, Zabreb, 1982. S 142; Südosteuroa 42 (1993) 1, S 79.
Der Zitat zu der Ablehnung der anderen Nationalität: Ibrahim Bakic, Nacia i religija, Sarajevo 1991, hier zit. N: Bosna i Herzegovina izmedju rata i mira, Beograd 1992, S19f
 

Vielleicht sollte Berlin und Brüssel die Geschichte des Jugoslawischen Krieges nochmals gründlich studieren und seine Lehre daraus ziehen.

 
2.12.06 17:48
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung