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Bosnien - 11 Jahre nach dem Bürgerkrieg



Artikel bei PI

In Bosnien haben bisher relativ gemäßigte Moslems das Sagen. Verschleierte Frauen sind eher selten in den Straßen zu sehen. Doch dieser Zustand ist gefährdet, denn wie überall gewinnen auch hier die radikalen Vertreter des Islam zunehmend an Einfluss - ein "Kampf der Kulturen unter Moslems" und das mitten in Europa.

In Bosnien hat sich der Ton im Konflikt zwischen den Vertretern des traditionellen bosnischen Islam und den Islamisten verschärft. Auslöser: Eine Bemerkung des Islamistenführers Abu Hamza. Die bosnischen Muslime seien "Kommunisten und damit gar keine richtigen Muslime", meinte Abu Hamza und löste damit einen Sturm der Entrüstung aus. Wichtige Vertreter des bosnischen Islam forderten im Gegenzug, dem Treiben der von Saudiarabien finanzierten Radikalen in Bosnien ein Ende zu setzen. Mustafa Ceric, der Reis-al-Ulema und damit die höchste Instanz des bosnischen Islam, versuchte zwar, den Konflikt abzumildern, nachdem Abu Hamza sich entschuldigt hatte. Doch die Diskussion scheint nicht mehr zu stoppen. Zu viel Zündstoff hat sich angesammelt. Die Muslime oder Bosniaken, die größte Bevölkerungsgruppe Bosniens, verstehen sich als Europäer. Sie definieren den bosnischen Islam als europäischen Islam, der die Trennung von Staat und Religion anerkennt und für eine demokratische und multireligiöse Gesellschaft eintritt. Das wird nun durch die Aktivitäten der Islamisten gefährdet. (...) Der Wahhabismus - die extreme saudische Spielart des Islam - habe in Bosnien Fuß gefasst, warnt die kritische Zeitung.

Schon während des Krieges 1992 bis 1995 kamen einige hundert Islamisten nach Bosnien, um an der Seite der Muslime zu kämpfen. Nach dem Krieg finanzierte Saudiarabien über 100 Moscheen und Gemeindezentren im ganzen Land. Die Islamisten gehen geschickt vor. Sie helfen den Ärmsten, bieten Computerkurse an, vermitteln gerade für bedürftige Studenten Stipendien an arabische Universitäten und versuchen so, Jugendliche für ihre Ideologie zu rekrutieren. Diese Strategie trägt Früchte. Einige tausend junge Leute haben sich nach Schätzungen der radikalen Bewegung angeschlossen. Sie versuchen die Strukturen des traditionellen Islam zu unterwandern. Frauen sollen wieder Schleier tragen. In der Umgebung Sarajewos gingen im Sommer selbst ernannte "Religionspolizisten" sogar gegen Liebespaare vor. ...

Und abschließend die Kommentare des PI-Lesers "Imperator":

#3 Imperator  [TypeKey Profile Page]  (17.12.06 14:05)

Der "Witz" an der Bosnien-Geschichte ist doch, daß Serben UND Kroaten, vertreten durch Slobodan Milošević und Franjo Tuđman untereinander aufteilen wollten, das ganze war zwischen den beiden Quasi-Diktatoren abgesprochen worden. Tja, der bosnische Präsident Alija Izetbegović weigerte sich aber, das anzuerkennen, obwohl das Zusammenleben in einerm gemeinsamen Staat nicht funktionierte, und er holte sich dann eben unterstützung aus der islamischen Welt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Alija_Izetbegović
Diese umfaßte übrigens mehrere Tausend und nicht mehrere hundert Kämpfer, wie man in diesem Artikel über Osama bin Laden nachlesen kann (ich hab gestern vergessen, das noch an PI zu mailen, als ich den Artikel gemeldet hab)
http://de.wikipedia.org/wiki/Osama_bin_Laden
Ob das eine Patentlösung gewesen wäre, Bosnien aufzuteilen, weiß ich nicht, aber dann hätten sich dort keine Islamisten festsetzen können. Außerdem sind die sogenannten "Bosniaken" oder bosnischen Moslems zum überwiegenden Teil in Wirklichkeit ethnisch Südslawen (Serbokroaten), die wärend der Osmanischen Herrschaft zum Islam übergetreten sind.

Noch etwas: Die Aufteilung Bosniens wurde deshalb nicht durchgeführt, weil der Westen Tuđman zu einem Bündnis mit den Bosniaken drängte. Der Westen drohte, Kroatien ebenso wie Serbien zu isolieren, wenn es kein solches Bündnis gäbe, und versprach den Kroaten im Gegenzug dann Unterstützung beim Aufbau des kroatischen Militärs. Naja und das war dann doch relativ verlockend, da wollte Tuđman eben nicht "nein" sagen. Der Grund für die Intervention des Westens war anscheinend AUCH eine gewisse Angst vor Konflikten mit der islamischen Welt! So zumindest kam es in einer Dokumentation auf Arte vor einiger Zeit rüber. Man begann also anscheinend schon in den 90ern mit dieser Kriecherei...

 

Wie lautet das gute alte Sprichwort? Wer Wind sät erntet Sturm. Wenn die Frauen in Bosnien wie die Frauen im Iran und Afghanistan herumlaufen müssen, werden sie  die Zeit zurücksehnen, als sie noch im freizügigsten kommunistischen Land unter Belgrader Führung lebten, beneidet von allen eingesperrten Völkern des Ostblocks. Bosnien wollte den Islam und jetzt hat man den Islam-Islamismus. Wieso ist man dann nicht zufrieden?

17.12.06 16:39
 



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