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südosteuropäischen Kulturen gesucht.



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Sonstiges

Wer waren die Hunnen?

Welt Online hat diesem einst so erfolgreichen und nachher so jäh verschwundenen Kriegervolk einen Artikel gewidmet:

Als Germanen und Gallier Europa retteten

Im Sommer des Jahres 451 stand ein riesiges Hunnenheer mitten im Herzen Frankreichs. Es schien nur noch eine Frage der Zeit, bis der berüchtigte Attila ganz Europa unter seine Knute bringen würde. Doch auf den Katalaunischen Feldern, unweit der Stadt Troyes, stellten sich ihm zwei todesmutige Männer entgegen.
Also erst mal Ehre den Germanen und den Galliern, die einst Europa von der Invasion der Hunnen retteten. Dann aber wollte man unbedingt eine Kleinigkeit beachten: Die Hunnen hatten damals eine gewisse millitärische Überlegenheit:
Reflexbogen, Pfeilspitze und Reitkunst sind die Hauptelemente hunnischer Überlegenheit. (hier)
Aber das allein wäre noch nicht genug, um von China bis Frankreich die Welt in Schrecken zu versetzen. Die Hunnen aber hatten es verstanden, andere Völker umzubiegen und diese als Vorhut in den Kampf einzusetzen. Wie die Osmanen die geraubte Christenknaben zu Janitscharen machten, wie sie einige Balkanvölker zum Islam umbogen, die anderen zu Dhimmis machten; Oder eben wie die islamische Asylsuchende und sonstige Ankömmlinge dieser Tage: Flüchten wollen sie nur in die christliche Länder und kaum hier, fangen sie an, unsere Kultur zu unterminieren, unsere Jugendliche und alte Leute in Banden anzugreifen, bieten den Kindern harte Drogen an, bauen überall ihre Bajonetten-Bunker, wie Erdogan die Moscheen nannte.
Wer die Hunnen waren, lese man hier.
Häufig werden die Hunnen fälschlicherweise mit den ungarischen Stämmen verwechselt, da sie in der ungarischen Tiefebene lagerten und von hier aus ihre europäische Feldzüge starteten. Auch Attila soll hier begraben sein, in einem metalenen Sarg in der Theis. Aber das war ein halbes Jahrtausend vor der Ankunft der Ungarn.  Wenn überhaupt, dann identifizierten sich die Ungarn eher auf einer mythischen Ebene mit den Hunnen. Sie waren legendäre Vorgänger im selben Siedlungsgebiet.
Verwandtschaftsansprüche auf die Hunnenhorden werden aus ganz anderer Ecke gestellt:
Attila der Hunne, König der Türken Beachte man bitte auch die Kommentatoren-Namen unter dem Video: PenisProtz, elazikBOZKURT, CHECHENxxxBOZKURT usw. Und solche Videos findet man haufenweise auf allen Videoportalen, wo die Türken sich mit den Hunnen indentifizieren und ihre Geschichte zur eigenen Einpeitschung benutzen. Ähnliches hatte ich bereits von einigen ganz normalen Türken gehört.
Aber dann wollen die Türken jede erdenkliche Verwandtschaft in Europa beanspruchen und bekräftigen. Nicht nur einmal habe ich gehört, dass die Türken mit den Ungarn "eng" verwandt seien. Ein Geschäftsfreund hatte mir gar versichert, die Türken hätten die Ungarn schon immer gemocht. Ich mußte dabei an den ersten Roman meiner Kindertage denken, an die Sterne von Eger. Und ich konnte nicht so verlogen sein, ihm zuzustimmen, Geschäft hin oder her.
Kybeline am 27.1.08 14:14


Die Zigeuner kommen

Ana Maria Cioaba - die Zwangsheirat der 12jährigen Braut mit dem 15jähirgen Bräutigam 2003 hat nicht nur in Rumänien, sondern auch international für Aufregung gesorgt. hier

Die politisch korrekte Bezeichnung wäre Sinti und Roma. Sinti mag von mir aus jederzeit durchgehen, denn die Zigeunerstämme kommen tatsächlich aus der Gegend in Nordwestindien. Aber die Bezeichnung Roma ist genau so irrtümlich für Zigeuner, wie die Bezeichnung Palästinenser für einen gewissen Araberstamm. Es sind gestohlene Namen, denn weder die Zigeuner haben was mit den Römern zu tun, noch die Araber mit den ausgestorbenen Philistern. Historische Sachlichkeit ist mir lieber als politisch korrekter Surrealismus.

Olaszliszka - Die Stätte des Lynchmordes. Hier haben Zigeuner einen Lehrer gelyncht. Focus Forum

Meine multikulturelle Neigung ist indessen tadellos, denn auch wenn meine Sympathie sich nicht auf die Kulinaria ausbreitet, beinhaltet sie die Vorliebe für Zigeunermusik und stimmungsvolle Zigeunerfilme wie die Satra oder  Schwarze Katze weißer Kater. Darüber hinaus hatte ich auch 2-3 persönliche Freundschaften, was erfahrungsgemäß nicht alle politisch korrekte Multikulti-Anhänger vorweisen können. Das sonst häufigste Kriterium, der Urlaub zu dem Sonne-Mond-und-Sterne-Land kommt im Falle der Zigeuner nicht in Frage, weil die Zigeuner dank ihrer Nomaden-Vergangenheit weder einen eigenen Staat, noch ein eigenes ethnisches Gebiet vorweisen können. Forderungen nach einem eigenen Land kommen schon öfters vor. Ich selber hatte neulich bei Youtube welche gelesen.

Image:Targu Jiu in Romania.png

Cem Romengo - ist der Name des ersten (zuerst noch fiktiven) Zigeunerstaates. Es befindet sich in Tg. Jiu in Rumänien und wurde vom dortigen Bulibasha Julian Radulescu 1997 ausgerufen. Er nennt sich Kaiser Julian I


Gypsies are entitled not only to their culture but also to their own homeland. The entire world should see to this rightful historical demand. It is Europe's moral responsability to do so, specially after the infamous Gypsy holocaust perpetrated by the Germans and their partners in mass murder. Long live the GYPSY REPUBLIC!


http://www.youtube.com/watch?v=XJh5rf_bgNU&feature=related


Sicherlich ist es eine Einzelstimme. Aber man bekommt in den verschiedenen Foren, Blogs und Youtube-Kommentaren Eindrücke und Impressionen über Wünsche und Beweggründe, über die Befindlichkeit der Volksseele, die weder in der Presse noch im Fernsehen herüberkommen.
Der Kommentator globalconsult (1 week ago)  hat seinen Wunsch, wo diese GYPSY REPUBLIC liegen soll, nicht präzisiert. Sein Gebietsanspruch könnte sich nach den benannten Germans orientieren, oder aber auch auf Rumänien, Ungarn, Bulgarien, Moldawien der Ukraine, oder einem anderen osteuropäischen Land. Fakt ist, dass die osteuropäischen Länder massive Probleme mit dieser Minderheit haben, die auf demographischem Wege seine Position stärken will. Bereits beim Fall des Eisernen Vorhangs tauchten immer mehr Zigeuner im Westen auf, wurden überwiegend mit den Namen ihrer Passländer versehen und gingen kriminellen Tätigkeiten nach. In diesem Herbst kam es zu Konfliktsituationen mit Zigeunermigranten in Madrid und in Rom, die von der internationalen Presse nicht mehr verdrängt werden konnten.


Solche Konflikte gab es in den Herkunftsländern schon seit langem. Der Zweck dieses Artikels ist, ein paar solcher Konflikte und Ängste aufzuzeigen. Ihre Natur scheint der von der islamischen Einwanderung verursachten westeuropäischen Konflikten und Ängsten sehr ähnlich zu sein. Viele Traditionen der Zigeuner sind sogar den Traditionen der Moslems recht ähnlich: Kinderehen, lockere Ehebindungen, Überlegenheitsanspruch des Mannes, Kinderreichtum, Mangel an Selbstverantwortung, mangelhafte Akzeptanz der europäischen Werte führen zu: erhöhte Kriminalitätsrate, defizitäre Selbstversorgung, kaum Beteiligung an der Finanzierung der gemeinschaftlichen Infrastruktur, Explosion der Geburtenrate u. ä. Der größte Unterschied besteht darin, dass die Moslems das   Sexualverkehr oder Ehebündnis zwischen ihren Töchtern o. Frauen und Europäer zulassen. Der Vergleich zwischen den Moslems und Zigeunern ist nicht mir eingefallen. In den letzten Jahren, wenn immer ich irgendwie über Türken in Deutschland gesprochen habe, kam die prompte Antwort: „Wie die Zigeuner bei uns“. Rückwanderer aus dem Westen erzählten gar, dass das Zigeunerproblem dort schlimmer sei.


Die Nationalgarde Ungarns hat diesen Sommer für einiges Aufsehen gesorgt. Die Bildung der Ungarischen Garde richtet sich nicht zuletzt gegen. Hier ist ein Youtube-Video:
http://www.youtube.com/watch?v=LrDGbBqhpUQ
Es handelt sich um eine Veranstaltung im Dorf Tatarszentgyörgy, 60 km südöstlich von Budapest. Bevölkerung: 1900 – mit einem beträchtlichen Zigeuneranteil. Die Garde ist durch das Ort marschiert, als Protest gegen „den wachsenden Zigeunerterror“.
Auszüge: „Eine extremistische Zeitung betitelt ihren Artikel „Endlich, die Ungarische Garde gegen den die Bevölkerung erdrückenden Zigeunerterror (mit Plakat)“
Plakat: Für die Sicherheit der Region. Wir brauchen kein neues Olaszliszka. Etwa 200 Gardisten wollen durch das Dorf marschieren und anschließend  Reden halten.
Die Zigeuner im Video: „Wir wissen nur, dass sie kommen und wir sollen die Kinder nicht hinauslassen.“ „Zigeuner sind nicht auch Menschen?“ Warum schicken sie die Rassisten hierher?“
Die Garde sagt: Sie gehen nach Tatarszentgyörgy, weil die Zigeuner dort die ungarische Bevölkerung terrorisieren. Die ungarische Bevölkerung dort sieht keine andere Lösung. Tatarszentgyörgy soll nur die erste Station sein. Die örtliche Polizei bereitet sich vor, aber verbietet den Aufmarsch nicht, da die Veranstaltung (Polizeisprecherin Minute 01:47) friedlich sein wird. Der Nationale Verband der Zigeuner fordert die Behörden auf, sich von solchen „Provokationen“ zu distanzieren. (Bezug auf Nazi-Deutschland)
Der Bürgermeister: Die Führung des Dorfes akzeptiert alle gutgemeinten Beiträge für die Verbesserung der Sicherheit innerhalb der Gemeinde, deren Instrument aber nicht das Schüren von Angst und Ausschließung sein darf, sondern vielmehr die Veranstaltungen mit erzieherischem und aufklärerischem Charakter.
Die Kommentare unter diesem Video, wie auch andere ähnliche Videos deuten darauf hin, dass der Konflikt zwischen den Ungarn und den Zigeunern bereits mächtig eskaliert sind und dass es für Nichtzigeunern immer mehr No-Go-Areas gibt.


Olaszliszka:


Am 16.10.2006 wurde im Dorf Olaszliszka ein Zigeunermädchen überfahren. Das Mädchen stand auf und lief weg.  Die spätere Untersuchung (Arzt: Dr. Al-Droubi Huszni?!) im Krankenhaus von Satoraljaujhely ergab, dass, das Mädchen nur Prellungen hatte, die innerhalb von 8 Tagen verheilten.
Nach dem Unfall stürmte die Familie auf die Straße,  zerrte den Fahrer (einen Lehrer) aus seinem PKW und lynchte ihn vor den Augen seiner Töchter, die sich in ein Haus flüchteten. Der Mann bettelte bis zum letzten Moment, dass man seine Töchter verschonen soll. Mehrere Täter der Lynchjustiz wurden verhaftet. Unter den Verhafteten Tätern war auch ein Zigeuner, der kurz davor in die Nationalverwaltung der Zigeuner gewählt wurde. Nach den Geschehnissen wurde die Aggressivität der Zigeuner in der ungarischen Öffentlichkeit stark diskutiert. Der Präsident der Nationalverwaltung der Zigeuner Kolompar Orban sagte, „dies ist keine Zigeunerangelegenheit. Es geschah ein Mord, das ist also eine Straftat“. (Die betreffenden Erklärungen erinnern stark an „Das hat nichts mit dem Islam zu tun“.)


http://www.youtube.com/watch?v=ixe0L0DCrCU&feature=related
Schlägerei zwischen Zigeuner und die Gendarmerie in Rumänien
Tigeunerdiebe in Spanien mit Beutegut:
http://www.youtube.com/watch?v=8PeMTeUGZR8&feature=related
Diebe in Paris:
http://www.youtube.com/watch?v=A_-S4uQseec&feature=related
Serbien:
http://www.youtube.com/watch?v=NJfkfDd3aiI&feature=related


Nicht selten findet man in den Kommentaren bissige Bemerkungen über die vielen Kindern, hoher Arbeitslosigkeit und Leben auf Kosten der Allgemeinheit. Einige Kommentatoren sagen klar heraus, dass die Zigeuner sich mit den Sozialhilfezahlungen immer mehr vermehren, während die Einheimischen, die arbeiten, nur noch 1-2 Kinder großziehen können.
Vielleicht können meine Leser mit anderen Quellen und Sachbeiträgen das Bild erweitern. Interessierten kann ich empfehlen, bei den Youtube-Videos auf den anderen Videos im Strang zu achten, nach Kommentaren in ihnen bekannten Sprachen zu achten, evtl. selber Fragen in Englisch zu stellen.

Gipsy-Ghetto in Chanov in Tschechien.

Aus der englischsprachigen Wikipedia

In Deutschland leben heute ca. 80.000-120.000 Zigeuner. Diese Gruppe ist relativ gut integriert und es gibt keine nennenswerte Konflikte mit den anderen Bevölkerungsteilen.

Ungarn:

The number of Roma people in Hungary is disputed. In the 2001 census only 190,000 people called themselves Roma, but sociological estimates give much higher numbers, about 5%-10% of the total population. Since World War II, the number of Roma has increased rapidly, multiplying sevenfold in the last century. Today every fifth or sixth newborn is Roma. Estimates based on current demographic trends project that in 2050, 15-20% of the population (1.2 million people) will be Roma.

Heute sind schätzungsweise 5-10% der Bevölkerung Zigeuner. Bis zum 2050 soll diese Zahl auf 20% steigen.

There is a sizable minority of Roma people in Romania, of 535,140 people or 2.5% of the total population (2001 census). Some groups claim, however, that there are up to 2 million ethnic Roma in the country.[citation needed] The Roma are the most socially-disadvantaged minority group in Romania, even though there are a variety of governmental and non-governmental programs for integration and social advancement, including the National Agency for the Roma and Romania's participation in the Decade of Roma Inclusion. As an officially-recognised ethnic minority, the Roma people also have guaranteed representation in Parliament and official recognition of their language in areas where they make up more than 20% of the population.

In 1997, the self-proclaimed emperor of the world's Roma, Iulian Rădulescu, announced the creation of Cem Romengo, the world's first Roma state in Târgu Jiu, in southwest Romania. According to Rădulescu, "this state has a symbolic value and does not affect the sovereignty and unity of Romania. It does not have armed forces and does not have borders".

Bulgaria:

Main article: Roma in Bulgaria

Roma people constitute the second largest minority and third largest ethnic group (after Bulgarians and Turks) in Bulgaria. According to the 2001 census, there were 370,908 Roma in Bulgaria, equivalent to 4.7% of the country's total population.

Man sollte beachten, dass alle Quellen die Dunkelziffer höher schätzen. Nach quellenangabe gibt es die sogenannte Ethnienmigration, indem Zigeuner angeben, anderen Ethnien anzugehören.

Kybeline am 20.12.07 13:37


Demographischer Wandel in Osteuropa

Der Statistiker und Bevölkerungsexperte Philippe Wanner befasst sich mit den Folgen des demografischen Wandels in Osteuropa: "In der Ukraine, Georgien, Russland und Rumänien schrumpft die Bevölkerung beachtlich (zwischen 0,5 und 1 Prozent jährlich)... Die neue demografische Entwicklung beschert uns eine Reihe von neuen Fragen, weil sie über kurz oder lang zu einem Arbeitskräfteschwund, zu einem Anstieg der Abgaben für Renten und der Kosten im Gesundheitswesen führen wird. Das ökonomische Wachstum wird aus vielerlei Gründen gebremst. Doch selbst wenn man ökonomische, politische oder gesellschaftliche Maßnahmen ergreifen sollte, um die Folgen dieses Bevölkerungsrückgangs aufzufangen, gibt es bislang nur wenige und wenig erfolgreiche Gegenmittel. Für die osteuropäischen Länder, die selbst keine Zuwanderung von Arbeitskräften haben, die ihre Bevölkerung wachsen ließe oder für Nachwuchs bei der arbeitenden Generationen sorgen würde, heißt dies, dass nur Familienpolitik die Fruchtbarkeitsrate beeinflussen und einen zu schnellen demografischen Niedergang aufhalten kann."

Courrier international

Nachtigall, ich hör dich tapsen - Das sind genau die Argumente, mit denen unsere Politiker die Zuwanderung aufs Auge drücken. Nun sind die meisten osteuropäischen Länder auch EU-Mitglieder geworden. Da muß man anfangen, ihnen die Zuwanderung aus dem Orient schmackhaft zu machen. Oder nicht?

Kybeline am 10.11.07 10:27


Vom Ende der Ideologien

Vom Ende der Ideologien
Ökumenische Streitschrift


Seit einiger Zeit liest man in den Feullietons der Zeitungen das Wort vom Ende der Ideologien. Unwillkürlich stellt sich die Frage: Was bedeutet dieses Wort, wodurch wird es abgelöst und wodurch ist ihr Ende gekommen?

1. Wodurch kam das Ende der Ideologien?

Die Ideologien nahmen ihren Anfang als systematisierte Ideengebilde. Hauptthema dieser Ideengebilde waren Fragen der Staats- und Wirtschaftslehre, vor die sich die Denker Europas seit Beginn der Neuzeit gestellt sahen. Frühe Ideologien waren Merkantilismus und Absolutismus, darauf folgten Nationalismus und Liberalismus, zuletzt kamen Sozialismus, Kommunismus und Nationalsozialismus.

Was alle Ideologien einte war die Suche nach dem Ideal eines modernen Staates. Was sie trennte war das Ringen darum, was jeweils das Fundament dieses Staates sein sollte und für welchen Teil der Bürger dieser vorgestellte moderne Staat möglichst ideal zu sein hätte.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts schien es vielen, als hätte man im Sozialismus die Idealform des modernen Staates gefunden und manche waren sich darin so sicher, daß sie begannen, ihre Vorstellungen in wissenschaftlicher Form abzufassen. Andere machten sich daran, darauf aufbauend den Weg zur politischen Durchsetzung des idealen Staates zu beschreiben, wodurch der Kommunismus als Ideologie entstand. Gewaltanwendung wurde bewußt einkalkuliert und es gelang ihnen tatsächlich, sich auf die Weise durchzusetzen.

Nachdem dieser Umsturz viele Opfer kostete und fast alles Heilige im Heiligen Russland dabei entweiht wurde, entstand als Gegenideologie der Faschismus der ebenfalls auf Gewalt setzte. Zur Macht kam diese Ideologie in Form des Nationalsozialismus, weil dieser die verlockendsten Aspekte des Kommunismus übernahm und die Menschen zudem mit einem mystischen Biologismus verführte. Bemerkenswert ist, daß der Nationalsozialismus sich zwar noch als modern darstellte, letztlich aber ein früher Vertreter der Postmoderne war, weil mit seinem Mystizismus über Fragen der Staats- und Wirtschaftslehre hinaus ging.

Aufgrund der Unversöhnlichkeit von Nationalsozialismus und Kommunismus kam es gegen Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem großen Krieg, der Europa und andere Teile der Welt verwüstete. Vor allem Deutschland und Russland bekämpften einander bis auf's Blut. England und die USA unterstützten dabei das kommunistische Russland, weil dessen Ideologie dem Liberalismus zwar konträr entgegenstand, die Grenze von Staats- und Wirtschaftslehre jedoch nicht überschritt. Ergebnis des Krieges war die Niederlage Deutschlands und damit des Nationalsozialismus.

Übrig blieben somit Liberalismus und Kommunismus, die in der Mitte Europas einander feindselig gegenüberstanden. Zu einem großen Krieg zwischen beiden Ideologien kam es jedoch nicht, weil die Entwicklung der Atombombe zu einer militärischen Pattsituation führte. Außerhalb Europas gab es jedoch militärische Konflikte, die aber lokal begrenzt blieben.

2. Wodurch werden die Ideologien abgelöst

Rund eine Generation nach dem gemeinsamen Sieg von Liberalismus und Kommunismus führte einige die Umfaßbarkeit der Grauen des vergangenen Krieges und die Aussicht auf einen neuen noch vernichtenderen ebenfalls ideologischen Krieg dazu, sich allerlei Gurus und Sekten zuzuwenden, um den Ideologien zu entkommen.

Ihre Sehnsüchte richteten sich auf allgemeinen Frieden, Frauenbefreiung, die Bewahrung der Umwelt und die Schuld ihrer Eltern. Eine gewisse Bindung zu den beiden Ideologien behielten sie zwar, aber Staats- und Wirtschaftslehre waren in ihren Träumen nicht mehr bestimmend, weswegen sie, dem Nationalsozialismus vergleichbar, an der Grenze von Moderne und Postmoderne standen. Gegen 1980 schlossen sich die Vertreter dieser Strömungen zu einer neuen Partei zusammen, in der seitdem Bruchstücke der Ideologien mit allerlei Sehnsüchten vermengt und zu allgemein verwendbaren zivilreligiösen Glaubensversatzstücken verschmolzen werden.

Mit der wirtschaftlichen Niederlage des Kommunismus um 1990 schied dann eine weitere Ideologie aus. Da nurmehr der Liberalismus übrig geblieben ist, gewinnen die aus den Ideologien hervorgegangen zivilreligiösen Versatzstücke mehr und mehr an Bedeutung.

Mit dem Eindringen der Überbleibsel der Ideologien in die Sphäre des Religiösen vollzieht sich ein qualitativer Wechsel. Den auf Staats- und Wirtschaftsfragen bezogenen Ideologien ließ sich wenigstens noch mit rationalen Argumenten entgegentreten, weil es sich bei ihnen noch um Gedankengebäude handelte, die auf das Irdische bezogene waren und zudem auch noch einen gewissen Bauplan hatten. Im Falle der zivilreligiösen Versatzstücke ist das nun nicht mehr möglich, weil aus ihnen Regeln und moralische Standards abgeleitet werden, die den Menschen direkt ansprechen und tatsächlich im Rang von Heilsversprechen stehen; von unerfüllten freilich.

Was geschieht nun, wenn moralische Standards, die den Rang von Heilsversprechen haben, zum Hauptthema einer politischen Partei werden? Würde es sich um ein wirtschaftliches Unternehmen handeln, würde jeder von unlauterem Wettbewerb sprechen und Verbraucherschützer gingen auf die Barrikaden. Da das bei einer demokratisch verfaßten Partei jedoch niemand wagen dürfte, droht die Grenze zwischen Gesetz und Glaube zu verwischen. Stück um Stück freilich nur, aber stetig und scheinbar unabwendbar.

Entsetzt müssen wir Christen allerorts nun mit ansehen, wie der Himmel von Menschen auf Erden nicht nur untergepflügt, sondern auch noch schwarz angemalt wird! Nach einem Verbot rufen? Aussichtlichslos! Und ein allgemeines Aufbegehren gegen die Obrigkeit scheidet wegen Röm. 13 ohnehin aus. Dagegen argumentieren vielleicht? Auch das scheint wenig Erfolg versprechend, weil man uns dann sagt, diese Werte seien das christliche Erbe Europas, das wir doch zu verteidigen hätten und es fehlt nicht viel, daß man uns noch auf die Schulter klopft, auf daß wir darauf noch stolz seien!

3. Was bedeutet das?

An diesem Punkt bedrängt uns dann das Gefühl, regelmäßig auf gemeine Weise belogen zu werden, denn so sehr wir auch die durch die Aufklärung gekommene allgemeine Glaubensfreiheit bejahen: Die Wahrheit Jesu Christi dürfen wir uns, nicht entreissen lassen; was auch immer geschehen mag!

Was für eine Sophisterei aber ist hier am Werk? Stimmt es etwa nicht, daß die Freiheit das Merkmal des christlichen Glaubens ist? Ja, das stimmt! Allein, die Freiheit vom Gesetz kommt nur mit dem Glauben und durch den Glauben in Jesus Christus. Sie aber bekennen weder seinen Namen, noch seine Auferstehung und wenn man ihnen sagt, daß er der Herr aller Herren und König aller Könige ist, gebärden sie sich wie hungrige Raubtiere!

Wie also können sie sich auf die Freiheit berufen und gar noch die Freiheit zum Gesetz zu erheben? Kann es sein, daß ihnen niemand gesagt hat, wodurch die Freiheit kommt? Wenn nicht, so müssen wir das nachholen. Falls aber doch, so bleibt doch nur, sie zur Buße und zur Umkehr zu rufen, auf daß nicht der Name Gottes ob ihrer Tollheit verlästert werde.

Und wenn auch das nichts nützt, was soll man dann tun? Soll man sie mit einem Teil der Wahrheit Jesu Christi herumlaufen lassen, daß sie dann so die Leute verführen? Das kann nicht sein. Wenigstens muß ausgesprochen werden, daß sie sich nicht auf nur einen Teil der Wahrheit berufen können, weil sich Christus nun mal nicht entzwei teilen läßt.

Was also fehlt, ist ein klares Wort zur Einordnung der Praxis des Herauslösens eines Teils der Wahrheit und des gezielten Vermengens dieses Teils mit menschlichen Erfindungen. Es gibt solch ein Wort und zwar schon sehr lange, weil diese Art des Lügens schon so alt ist wie Jesu Christi Sieg über den Tod. Der Kirchenvater Tertullian nannte sie Häresie und er war keineswegs der erste. Auch Paulus warnte schon in klaren Worten
Aber auch wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch ein Evangelium predigen würden, das anders ist, als wir es euch gepredigt haben, der sei verflucht. Wie wir eben gesagt haben, so sage ich abermals: Wenn jemand euch ein Evangelium predigt, anders als ihr es empfangen habt, der sei verflucht. (Gal. 1, 8-9)
und Christus selbst warnte ebenso vor der Verführung durch falsche Propheten, die seinen Namen mißbrauchen würden, um die Menschen zu verführen.

2007 A.D.
Haiduk am 29.9.07 20:45


Satra - Der schönste Zigeunerfilm aller Zeiten

Wenn die alten Sowjets nicht gerade Propagandafilme machten, dann konnten sie richtig gute Arbeit liefern. Einer dieser Filme ist Satra, ein Film über die Nomadenzigeuner aus den 70ern, mit vielen stimmungsvollen Zigeunerliedern, mit dem Traum der Steppe - der Prärie des Ostens. Hier ein kurzer Ausschnitt aus dem Film:



Kybeline am 3.9.07 21:14


Fragen an unsere Abgeordneten

Jahr 1924

Eine der Segnungen des Internetzeitalters ist die Möglichkeit, unsere gewählen Volksvertretern direkt mit den brennenden Fragen unserer Zeit zu konfrontieren. Es ist freilich nicht immer leicht, hierfür die richtigen Worte zu finden, aber mitunter gelingt es!

Über Abgeordnetenwatch.de konnte der Fragetext unten leicht variiert an

geschickt werden.

Sehr geehrte Frau Bulling-Schröter,

wären Sie der Meinung, daß teilweise Abstriche in Sachen Meinungsfreiheit als Voraussetzung für ein Gelingen der Integration anzusehen sind?

Anlaß für meine Frage ist das Verbot der von Pax Europa geplanten Demonstration am 11. September in Brüssel. Begründet wird dieses Verbot vom sozialistischen Bürgermeister Freddy Thielemans damit, daß die Sicherheit der Demonstration nicht gewährleistet werden könne, weil es die in der Nachbarschaft lebenden Muslime stören könnte.

Für mich ist allein diese Begründung schon sehr bedenklich, erinnert sie doch an den Umgang mit der Demonstrationsfreiheit in Russland. Unverständlich ist darüberhinaus, daß eine "Internationale Grossdemonstration für 9/11-Wahrheit in Brüssel" voraussichtlich genehmigt werden wird.

Bedeutet das, daß verschwörungstheoretische Sichtweisen der Integration mehr förderlich sind, als ein offenes Ansprechen von Mißständen, die sich aus noch nicht ganz geglückter Integration von Zuwanderern ergeben können?

Mir kommt es derzeit leider so vor. Daß die angestammte Bevölkerung sich auf nicht näher umrissene Abstriche im kulturellen Bereich gefaßt machen muß, klingt ja sogar auch bei konservativen Politikern immer wieder durch.

Daher meine Frage: Welcher Art sind die Abstriche, auf die wir uns einstellen müssen und gibt es für Sie als in Bayern verwurzelte Abgeordnete der Linken hierbei eine Grenze, die sie keinesfalls überschreiten lassen würden?

Beste Grüße,

Auf Antwort wartet seitdem (gespannt),

Haiduk

PS: Die gleiche Frage ging übrigens auch noch an den Bundespräsidenten Horst Köhler (Bundespraesident.Horst.Koehler@bpra.bund.de) und in das Forum der CSU "Integration und Meinungsfreiheit" .

Haiduk am 20.8.07 23:41


Die Meinungsfreiheit, die Günter Grass meint (2)



Islamistische Pogromisten greifen die dänische Botschaft in Beirut an - in Günter Grass' Augen "die fundamentalistische Antwort auf eine fundamentalistische Aktion des Westens"

FAZ, 9.2.2006: 

"Der deutsche Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass hat die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ scharf kritisiert. „Es war eine bewußte und geplante Provokation eines rechten dänischen Blattes“, sagte der Schriftsteller in einem Interview mit der spanischen Zeitung „El País“ (Donnerstag-Ausgabe). Den Blattmachern sei bekannt gewesen, daß die Darstellung Allahs oder Mohammeds in der islamischen Welt verboten sei. „Sie haben aber weitergemacht, weil sie rechtsradikal und fremdenfeindlich sind.“"

Merke: Die dänischen "Blattmacher" erscheinen dem deutschen Blechtrommler als Rechtsradikale und Fremdenfeinde, weil sie ihre Heimat nicht als einen integralen Bestandteil der "islamischen Welt" betrachten, in der ihr Handeln verboten sei.

Daniel L. Schikora am 16.8.07 01:21


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