Völkermordleugnung und Gas aus dem Iran
Unter RWE will iranisches Gas aus Türkei-Projekt beziehen erfahren wir heute, daß das Erdgas, mit dem wir in unseren Haushalten heizen und kochen, demnächst womöglich aus dem Iran kommen wird.
Ist das nicht seltsam? Vor der Abhängigkeit von russischen Energieträgern hat man in Europa mehr und mehr Angst, weil Russland Politik damit machen könnte. Hat man keine Angst davor, sich vom Iran abhängig zu machen, dessen Verfassung von einer Koranexegese nicht zu unterschieden ist und der zudem immer wieder erklärt, daß Israel vernichtet werden müsse?
Völlig unverständlich auch, daß RWE sich nicht zu schade ist, hierbei die erpresserische Politik der Türkei gegenüber Frankreich wegen seiner klaren Positionierung gegenüber dem Völkermord an den Armeniern zu goutieren. Geht das zusammen mit dem Verhaltenskodex von RWE, in dem man sich damit brüstet, daß man sich an Menschenrechtsverletzungen nicht beteiligt?
Am gleichen Tag lesen wir dann noch, daß türkische Polizisten Christen auf Zypern angegriffen haben, weil sie in das Kloster des Heiligen Barnabas von Famagusta gehen wollten. Davon, daß in Russland Christen verfolgt werden, hat man demgegenüber lange nichts mehr gehört.
Wie soll man das verstehen? Was spräche denn dagegen, sich einfach auf russisches Erdgas zu verlassen und ansonsten dem EU-Mitglied Zypern dabei zu helfen, das vor seiner Küste vermutete Erdöl zu gewinnen?