Mitblogger mit Kenntnisse der
südosteuropäischen Kulturen gesucht.



  Startseite
    Europäische Union
    Kreuzfahrer
    Literarische Texte
    Juden im Osmanischen Reich
    Armenien
    Kroatien
    Serbien
    Russland
    Byzantinisches Reich
    Ungarn
    Bulgarien
    Rumänien
    Griechenland
    Bosnien
    Sonstiges
    Zypern
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Daniel L. Schikora
   parteigruendung EW
   Al Europa - Hungarian Blog
   BIRN



Google

www Blog
counter

kostenloser Counter

Map IP Address
Powered byIP2Location.com



http://myblog.de/beleidigend

Gratis bloggen bei
myblog.de





Armenien

Was die EU vom freien Lebensanspruch der Armenier von Berg-Karabach hält



Der neugewählte Präsident der Republik Berg-Karabach, Bako Saakjan, ist - als kompromissloser Verfechter des Souveränitätsanspruchs seines Landes gegenüber den Bestrebungen Aserbaidschans, das Territorium seinem Staatsverband anzugliedern - auch den "westlichen" Verbündeten Bakus ein Dorn im Auge. Dies brachte - neben den Regierungen der Türkei und der USA - auch die EU in einer Erklärung des EU-Rats-Vorsitzes zum Ausdruck:

"Die Europäische Union ist sich bewusst, dass am 19. Juli 2007 'Präsidentschaftswahlen' in Berg-Karabach stattgefunden haben. Die EU betont, dass sie die Unabhängigkeit von Berg-Karabach nicht anerkennt. Sie erkennt daher auch die Rechtmäßigkeit dieser 'Präsidentschaftswahlen' nicht an, die keinerlei Auswirkungen auf die friedliche Beilegung des Konflikts um Berg-Karabach haben sollten."

(Man stelle sich einmal vor, die EU-Spitze stellte in Worten wie diesen die von ihr stets postulierte "Legalität" und "Legitimität" der "Wahlen" in der gewalttätig albanisierten serbischen Provinz Kosovo und Metohija in Frage! In einem solchen Falle könnte sie einem unvoreingenommenen Beobachter beinahe den Eindruck vermitteln, tatsächlich eine Verfechterin der Herrschaft des Rechtes in den internationalen Beziehungen zu sein ...)

Selbstverständlich haben Verlauf und Ergebnis der Präsidentschaftswahlen in Berg-Karabach "Auswirkungen auf die friedliche Beilegung des Konflikts um Berg-Karabach", einfach deshalb, weil die demokratischen Institutionen der als "Separatisten" verleumdeten Armenier, die in dieser Region beheimatet sind, hierdurch in ihrer Legitimität bestätigt wurden. Ein durch Direktwahl legitimiertes souveränistisches Staatsoberhaupt muss - nicht nur in Berg-Karabach - allen islamischen und nicht-islamischen Verächtern von Volkssouveränität und pluralistischer Demokratie zutiefst verhasst sein.

Novosti:

"Ich gratuliere dem Volk und dem gewählten Staatschef", sagte [Armeniens Präsident] Kotscharjan am Samstag nach der Eröffnung eines Surfing-Zentrums am Sewan-See, wie die Nachrichtenagentur Nowosti-Armenija meldete. Armenien habe die Wahl in Berg-Karabach aufmerksam verfolgt, sich aber in keiner Weise in die Entwicklung eingemischt. "Weder ich noch der Ministerpräsident sind nach Karabach gereist, obwohl wir beide eine solche Möglichkeit gehabt hätten. Wir überließen es dem Volk Berg-Karabachs, den Präsidenten bei einem gerechten politischen Kampf zu wählen."

Daniel L. Schikora am 29.7.07 15:37


Armenien gibt Berg-Karabach nicht preis



Während der sogenannte Westen im serbischen Kosovo-Metohija die aus der terroristischen UCK hervorgegangenen gewaltsezessionistischen islamischen "Parallelstrukturen" dazu ermuntert, eine "Unabhängigkeit" des Territoriums ohne Rücksicht auf die Souveränitätsrechte Serbiens in die Wege zu leiten, stehen USA und EU dem Kampf der in Berg-Karabach beheimateten christlichen Armenier, die vielfach als "Separatisten" betrachtet werden, um ihr Überleben - vorsichtig ausgedrückt - nicht sonderlich aufgeschlossen gegenüber. Gleichwohl beißt der aserbaidschanische Expansionismus in Sachen Berg-Karabach auf Granit.

Spiegel online

Daniel L. Schikora am 9.7.07 23:17


Armenien will keine "bunte Revolution"



Das Staatsoberhaupt der Republik Armenien, Präsident Robert Kotscharjan (links), stammt ebenso wie Ministerpräsident Sersch Sarkisjan aus Nagornyj Karabach, dessen armenische Bevölkerung sich gegen Versuche Aserbaidschans, sich das Territorium einzuverleiben, zur Wehr setzt.

 

Unmittelbar vor den Wahlen zum armenischen Parlament antwortete Armeniens Ministerpräsident Sersch Sarkisjan auf die Frage der FAZ, ob Armenien, dessen Opposition im Falle einer "groben" Wahlfälschung mit "Protesten" gedroht habe, "eine 'bunte Revolution' bevorstehe:

"Eine Revolution würde unserem Volk keinen Nutzen bringen. Aber wir benötigen faire Wahlen dringend, weil wir eine starke Regierung wollen, und die kann es nur geben, wenn sie von breiten Schichten der Bevölkerung getragen wird." (FAZ, 11.5.2007)

Tatsächlich vermochte sich 2004 die - von westukrainisch-segregationistischen Parteigängern von NATO und EU ausgehende - "orangene Revolution" nur unter den Bedingungen offener Einflussnahme sog. "Nichtregierungsorganisationen" des "Westens" machtpolitisch durchzusetzen. Bereits die "Revolutionen" in Belgrad (2000) und Tiflis (2003) hatten die Nonchalance vor Augen geführt, mit der "westliche" Kritiker der "Putinokratie" europäischen Gemeinwesen (und potentiellen EU-Mitgliedern!) gegenüber die Prinzipien der Volkssouveränität offen zur Disposition stellen.

Jedenfalls hat Armenien dem anti-souveränistischen Konzept der "bunten Revolution" in den Parlamentswahlen vom 12. Mai eine Absage erteilt.

 

 

Daniel L. Schikora am 15.5.07 12:05


Zum 92. Jahrestag des jungtürkischen Völkermordes an den Armeniern




In Frankreich machte sich 2006 Unmut darüber bemerkbar, dass in der deutschen Hauptstadt ein "türkischer 'Hitler'" öffentlich verherrlicht werden dürfe.

 

Am 24. April jährt sich zum 92. Mal die jungtürkische Anordnung zur Verhaftung, Deportation und Ermordung der kulturellen Elite der in Konstantinopel lebenden Armenier. Mit diesem Akt des Staatsterrorismus setzte die planmässige Verfolgung der armenischen Untertanen des osmanischen Reiches zwecks Völkermordes ein, der zumindest in seinem Ausmass - mit 800.000 bis 1,5 Mio. Todesopfern - durch die Mobilisierung des Religionshasses türkischer und kurdischer Muslime auf eine durch ihre christliche Identität wesentlich geprägte ethnische Minorität erst ermöglicht wurde.

Der deutsch-jüdische Publizist Ralph Giordano, der sich wie kaum ein anderer Deutscher um die Aufklärung über die Genozid-Verbrechen an den Armeniern 1915/16 in der bundesrepublikanischen Bevölkerung verdient gemacht hat, fand vor zwei Jahren bewegende Worte zum öffentlichen Gedenken des Armeniermordes:

Ralph Giordano zur 90. Wiederkehr des anti-armenischen Völkermordes

Informationen zum diesjährigen öffentlichen Gedenken finden sich unter

Zentralrat der Armenier in Deutschland.

Daniel L. Schikora am 23.4.07 21:48


Der armenische Konflikt



Der Islamkritiker aus dem Westen wirft den Türken gern das Völkermord an den Armeniern aus 1915 vor. Aber wie kurz ist unser Gedächtnis, was den armenischen Konflikt von heute betrifft! Armenien liegt im Klinch mit Aserbajdschan, aber wer will das schon wissen? Damals, vor etwa 15 Jahren, als Aserbajdschan noch ein Teil des Russischen Empire (des sich zerbröckelnden UdSSR) war, tummelten sich dort die abendländischen Journalisten, um dem Großen Bären aus Moskau das Konflikt um Nagorni Karabach vorzuwerfen. Nun, jetzt ist nicht mehr Moskau zuständig, sondern der überwiegend moslemsche Republik Aserbajschan. Gebessert hat sich für Armenien dadurch nichts. Lediglich die westliche Journalisten sind weggeblieben. Und die westlichen Politiker kommen ab und zu vorbei und geben den Aserbajdschanis einen krampfhaften "Cheese-Smiley", wie Steinmeier soeben. Aber auch die Nato und die Bush-Regierung umwerben fleißig Aserbajdschan. Kompliziert wird das ganze nur deswegen, weil der Westen die "Freundschaft" beider Länder gewinnen will, aber die beiden Länder mit einander nicht können/wollen.

Wenn man genauer wissen möchte, worum es dem Westen geht: ums liebe Öl. Und natürlich auch darum, den Nato-Gürtel ums Russland enger zu ziehen.

Man darf ruhig nach Armenien und Aserbajdschan forschen, man wird viel über dieses, meiner Meinung nach sehr brisanten Konfliktherd erfahren.

Nachtrag:

Das aserbajdschanische Öl

Eben weil Aserbajdschan Öl hat, Öl was Steinmeier braucht, muß Armenien das Maul halten.

beleidigend am 22.2.07 15:38





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung