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Kreuzfahrer

beleidigend am 1.1.07 10:12


Die Bulgarische Universität öffnet ihre Tore



islam1.jpg

einer großen Zahl türkischen Studentinen. Das Dillema der bulgarischen Behörden ist: Sie alle wollen mit Kopftuch kommen.

AlterMedia

beleidigend am 30.12.06 15:25


Am Vorabend der Kreuzzüge



Der erste Kreuzzug startete 1096, nachdem der Papst Urban II. in einer feurigen Rede in Clermont aufgerufen hatte, das Heilige Land vor den Ungläubigen [aus der Sicht der Christen waren die Moslems die Ungläubigen] zu retten. Urban II. erhielt im Herbst 1095 einen Hilferuf auf dem Byzantinischen Reich. Der Kaiser rief die Katholiken um Hilfe in den Kampf gegen den islamischen Invasoren.

The Byzantine Empire under Basil II, c. 1025

Das Byzantinische Reich um 1025

Sehen wir, was im Vorfeld der Kreuzzüge im Orient geschehen war, weswegen der Kaiser sich verzweifelt an Rom wandte (Aus Martin Erbstösser - Die Kreuzzüge):

Die Kräfteverhätnis im Orient hatte sich gründlich verändert. Die Bewegung ging von einem türkischen Nomadenvolk aus, dem Stammesbund der Oguzen. Beheimatet im Tarimbecken und den Steppen bis zum Balchaschsee waren sie bereits im 10. Jahrhundert zum Islam übergetreten und hatten einen Staat gegründet, dessen Zentrum in Transoxanien lag.

 

Das Gebiet Transoxanien (Karte von Wikipedia)

Rasch nahmen sie die islamische Kultur an. Seit der Mitte des 11. Jahrhunderts drangen Teilgruppen unter dem STammesführer Seldschuk nach dem Westen vor und überrannten in einem stürmischen Zug die Nachfolgestaaten des arabischen Kalifats in Mittelasien. 1055 eroberten sie Bagdad. Die Kalifen von Bagdad traten fortan nur noch als geistliches Oberhaupt in Erscheinung und führten in dieser Funktion ein Schattendasein. Die politische Macht war in die Hände der Seldschukensultane übergegangen.

Um 1070 eroberten diese unter Führung Alp Arslans Syrien. Auch Jerusalme fiel in ihre Hände. Aber nicht von diesen Ereignissen ging die Kreuzzugbewegung zur Rettung des Heiligen Grabes aus. Anlaß wurde vielmehr die Bedrohung des Byzantinischen Reiches. 1071 drang ein seldschukisches Herr nach Anatolien vor und vernichtete das byzantinische Aufgebot in der Schlacht bei Mantzikert. Der Kaiser geriet in Gefangenschaft. Im östlichen Teil der heutigen Türkei gründeten die Seldschuken das Sultanat Rum [Der Name ist vom Byzantinischen Reich geklaut. Die Byzantiner begriffen sich immer als Erben des Römischen Reiches, sie nannten ihren Reich Rum. Siehe 1. Artikel, Petra tou Romeou]

An sich war die militärische Situation nach dieser Niederlage für Byzanz nicht besonders bedrohlich. Ein weiteres Vordringen der Seldschuken brauchte scheinbar nicht befürchtet zu werden. Und doch erging von hier der Ruf des Byzantinischen Kaisers an Westeuropa um militärische Hilfe. Die Gründe ergaben sich aus Veränderungen der inneren Struktur des Reiches. Themenverfassung und Stratiotenaufgebot waren im Verfall begriffen. Die Schlacht von Mantzikert hatte der Kaiser mit einem zusammengewürfelten, in aller Eile zusammengezogenen Herr führen müssen, in dem  der Söldner dominierte. Nun benötigte man dringend neue Kräfte, zumal zur gleichen Zeit die Normannen in Süditalien vordrangen und ihre Sreifzüge auf den Balkan ausdehnten und zudem Bulgaren, Serben udn Kroaten mit Konstantinopel im Krieg lagen.

Als der 1. Kreuzzug vorbereitet wurde, hatte sich die Situation im Orient allerdings bereits wieder beruhigt. Die Seldschuken waren nicht in der Lage gewesen, ein dauerhaftes Großreich aufzubauen.

L'Asia Minore e gli stati crociati, c. 1140

Dunkelgrau: Byzantinisches Reich

Helle Cremefarbe: Seldschukenreich

Die Karte zeigt die Verhältnisse um 1140.

Man merke die unterschwellige Schuldzuschiebung an Byzanz als Auslöser der Kreuzzüge.  Spätere türkische Geschichtsschreiber haben das so interpretiert, dass das Byzantinische Reicht bereits im Verfall begriffen war, dass man selber Schuld an den Untergang war. Wir kennen das Spiel: die Christen müssen immer Schuld sein. So verlangen heute Türken, die dieses Reich erobert und zerstört hatten, von uns eine Entschuldigung wegen den Kreuzzügen. Ist das nicht dreist? Man beachte nur die zwei Karten: Die Seldschuken (Türken) haben erst nachher den Byzanz erobert, die Leute ermordet, aber jetzt verlangen sie in dessen Namen von uns eine Entschuldigung! Vielleicht sollten wir uns auch dafür entschuldigen, dass wir die Osmanen in einem Kreuzzug unter Wien besiegt haben? Das war nicht vor 900 Jahren, sondern erst vor etwas mehr als 300 Jahren her.

Da wir dieses Spiel schon in- und auswendig kennen, sollten wir unser Merkmal lieber auf einen anderen Fakt richten: Die Zustände im Byzantinischen Reich waren damals am Vorabend der Kreuzzüge nicht unähnlich mit den heuitigen Verhältnissen in Westeuropa: Man wähnte sich fortschrittlicher und zivilisierter als alle anderen Völker, mit denen man Kontakt hatte. Man war reich, man kümmerte sich um die Kunst, Handel, Philosophie usw. Man verwickelte sich in innere politische Ränkeleien.  Man vernachlässigte die Verteidiung, die Struktur des Heeres verlagerte sich. Man baute immer mehr auf Söldnerheere, die frühere griechische Kämpfer wurden immer mehr durch Södner aus allen Herren Ländern ersetzt - in unseren Heeren trifft man ähnlicherweise immer mehr Papierdeutsche, Papierfranzosen usw. mit islamischer Gesinnung. Im Ernstfall müßte man sich bei unseren Heeren genau so fragen, wie weit sie einsetzbar sind. Noch während des Kalten Krieges hätte man an solchen Fragen gar nicht gedacht.

Zu der Loyalitätsfrage in den westeuropäischen Heeren

beleidigend am 19.12.06 09:30


Käfighaltung – wirklich grausam, oder nur politisch korrekt ?



Antwort auf Gudruns Kommentar:


unter dem Artikel "Die Eroberung Konstantinopels"

Gudrun / Website (30.11.06 23:29)
Was die Ermordung des kleinen Sohnes der Stiefmutter angeht. War es der drei Monate late Säugling Ahmed, wenn ich mich recht erinnere.

Ich finde wichtig, dass man diese grausame Sitten thematisiert, denn es ist der Hintergrund zu der Geschichte der Balkanvölker. Wenn man die grausamen Sitten am türkischen Hof und beim türkischen Militär ignoriert, wird man die Haltung der Serben, Griechen, Zyprioten, Armenier oder Bulgaren von heute nicht verstehen. Man hat dann nur manipulative politische Schlagzeilen, wie der Massaker von Srebrenica oder die Vertreibung des Moslems aus Bulgarien Ende der 80er Jahre. Wie sollten aber die Deutschen, deren letzte Verteidigungsschlacht die Varusschlacht war, solche Völker verstehen? Die Mörder von Srebrenica sind mit dieser Geschichte aufgewachsen, sie haben sie in der Schule gelernt, sie haben sie zu Hause gelernt, denn ihre Großväter kämpften noch gegen die Türken, für die eigene Unabhängigkeit. Wenn das ignorante Abendland sie dazu zwingen will, mit den Moslems „brüderlich“ neben einander zu leben, werden sie sich wehren. Weil sie eine Geschichte haben, in der die Sultane aus Istanbul genau so eine blutrünstige Rolle gespielt haben, wie Väterchen Stalin für die unglücklichen Kommunistenstaaten jenseits des Eisernen Vorhangs.

Wie kam es dazu, dass die Sultane so blutrünstig waren? Dazu kann man Gudruns Kommentar sowie ihr Artikel Odaliske mit einem Sklaven lesen.
Ich will auch mit einem Ausschnitt aus Alan Palmer „Verfall und Untergang des Osmanischen Reiches“, Listverlag, 1992, zum besseren Verständnis beitragen:

Abdankungen gehen selten glatt über die Bühne, selbst in den Dynastien monogamer Gesellschaften, und im Osmanischen Reich sorgte das Harem-System ständig für Probleme bei der Thronfolge. Vor dem 19. Jahrhundert gab es nur selten einen offiziellen Kronprinzen, der auf seine Aufgabe vorbereitet war und nach dem Tod oder der Abdankung eines Sultans sofort auf den Plan trat. Die meisten osmanischen Herrscher hatten mehrere Sultaninnen sowie, tiefer in der Harem-Hierarchie angesiedelt, Konkubinen, die ihnen Söhne gebären konnten. Das Problem war so kompliziert, dass im 15. und 16. Jahrhundert die Brüder und Halbbrüder eines neuen Sultans am Tage seiner Thronbesteigung in der Regel erdrosselt wurden, so dass Rivalen ausgeschaltet waren, die zum Mittelpunkt von Palastintrigen hätten werden können. Fünf Brüder von Murat V. waren am 21. Dezember 1574 getötet worden, und der Massenmord an achtzehn Brüdern Mehmets III. am 28. Januar 1595 reduzierte die Anzahl männlicher Mitglieder der Dynastie derart, dass religiöse Führer begannen, Sittlichkeit und Weisheit der Tötungen in Frage zu stellen. Also beschloss man, die nahen mönnlichen Verwandten in Zukunft in einen Kafes (Käfig) zu sperren, eine von mehreren kleinen Räumlichkeiten im Vierten Hof des Hauptpalastes, des Topkapi Sarayi. Abgesehen von Mehmet IV. selbst, der im Alter von sechs Jahren die Nachfolge antrat, erwarteten alle fünfzehn Sultane zwischen 1617 und 1839 in dieser kleinen Welt mit ihrer Marmorterrasse, die einen Blick über einen Garten zum Goldenen Horn und dem Bosporus bot, den Ruf zur Thronbesteigung.
Einige Prinzen litten lediglich unter einer nominellen Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit. Aber Süleyman, der nur drei Jahre jünger war als Mehmet IV., bertrat mit sechs Jahren den Kafes, lebte dort fast vier Jahrzehnte lang und kannte nicht mehr von der Welt als das, was er vom Vierten Hof aus sehen konnte. Neununddreißig Jahre im Kafes waren keine Vorbereitung fürs Regieren. Trotzdem holten die Wesire den benommenen, verwirten und halbvergessenen Prinzen am 9. November 1687 pflichtgemäß aus dem Innern des Topkapi; er war, so schrieb ein Franzose, eine „lange, schlanke und blasse Erscheinung“.


Vielleicht helfen solche kleine Ausschnitte auch, dass einige die Mentalität, die uns vom Bosporus ausgehend überschwemmt, besser zu verstehen.
beleidigend am 1.12.06 17:06


Die Schuld und die Kreuzfaher



Entschuldigung ist toll,

Entschuldigung ist cool,

Entschuldigung ist lustig,

Man kann aber man muss nicht.

Unter diesem Motto starten wir heute die Serie « Die Kreuzfahrer und die Schuldfrage »

Judenverfolgung – Abbildung aus der Schedelschen Chronik

Die Kreuzzüge waren keine Sonntagspaziergänge, obwohl es auch einen Kreuzzug der Kinder gegeben hatte. Bei den Kreuzzügen trug man scharfe Waffen – später auch Feuerwaffen – und man badete sie im Blut des Feindes. Es wurde getötet, geplündert und gebrandschatzt. So ist es nicht wunderlich, dass die spätere Zeiten, wenn immer das Wort Kreuzzug fällt, sich ob ihrer Vorväter schämen, vielleicht gar den Drang verspüren, sich zu entschuldigen. Bevor aber der übereifrige Christ den drang verspürt, auf jede pauschale mohammedanische Schuldzuweisung mit einer mechanischen Entschuldigung zu reagieren, sollte er vielleicht doch lieber zuerst mal feststellen, ob eine Schuldzuweisung berechtigt ist, wer die Täter und wer die Opfer gewesen waren.

Die ersten Opfer – wie könnte es sonst sein – waren die Juden in den westeuropäischen Städten. Hören wir, was Terry Jones und Alan Ereira in ihrem Buch „Die Kreuzzüge“ (Knesebeck Verlag, München 1995) dazu sagen:

Die ersten Opfer der Kreuzzüge waren jedoch nicht die Türken oder Araber, es waren auch nicht die Moslems, sondern die Juden aus Deutschland.

Die systematische Verfolgung und Vernichtung der Juden ist in der europäischen Geschichte ein solch charakteristisches Merkmal, dass es kaum zu überraschen vermag, darin ein Erbe der Kreuzzüge zu sehen. Jüdische Gemeinden waren von jeher als wirtschaftliche Stützen angesehen worden und durften Land, Häuser und Geschäfte besitzen. 1048 zum Beispiel veröffentlichte der Bischof von Speyer eine Urkunde, die besagte: “Weil ich den Wunsch habe, aus dem Dorf Speyer eine Stadt zu machen, habe ich die Juden zugelassen... Ich gedachte, die Ehre unserer Stadt tausendfach zu mehren, indem ich die Juden innerhalb ihrer Mauern versammle“.

Im Jahre 1096 wurden die jüdischen Einwohner von Speyer, ebenso wie die von Worms, Mainz, Köln, Trier, Metz und vielen kleineren Rheinstädten von Kreuzfahrern niedergemetzelt, sozusagen als Auftakt zu ihrer Reise des heiligen Mordens. Die Morde wurden von Banden apokalyptischer Fanatiker ausgeführt, nur mäßig mit ihm verbundenen Gefolgsleuten von Peter dem Eremiten; es waren dies Menschen, die nicht das Geld besaßen, um am Kreuzzug teilzunehmen, aber ihr Haß auf die Juden hatte eindeutig mit ihrer Liebe zum Gold zu tun. Außerdem gab es solche, die nicht verstehen konnten, warum sie nicht auch Feinde der Christenheit im eigenen Land umbringen dürfen sollten, wenn es im Ausland erlaubt war.

Als Bischöfe die Juden verteidigten, wurden auch sie angegriffen. Im Speyer rettete das Eingreifen des Bischofs viele Menschenleben, doch in Worms wurden die Mörder dadurch nur noch entschlossener. Angeführt von Graf Emich von Leisingen, einen unbedeutenden Herrn mit dem Ruf, bestechlich zu sein, drangen sie in den Bischofspalast ein und töteten ungefähr fünfhundert Juden, die dort Schutz gesucht hatten. In Mainz vertrieben sie dne Erzbischof und zerstörten seinen Palast, um den Beschützer der Juden aus dem Weg zu schaffen.

Der Oberrabbi von Mainz floh mit ungefähr fünfzig Gefolgsleuten nach Rüdesheim, wo der Erzbischof in seiner Landvilla Schutz gesucht hatte, und bat dort um Asyl. Leider konnte der Erzbischof der Veruschung, sie bekehren zu wollen, nicht widerstehen, worauf der Oberrabbi so wütend wurde, dass er ein Messer zog und seinen Beschützer angriff – mit dme Ergebnis, dass er und sein gesamtes Gefolge ebenfalls getötet wurden.

 Graf Emich und seine Gefolgsleute zogen, nachdem sie ihre Judenverfolgung abgeschlossen hatten, nach Ungarn. Sie waren damit nicht die einzigen. Eine andere Gruppe, die vom Judengemetzel am Rhein zum Judengemetzel in Prag übergegangen war, versuchte, ihr Werk in der ungarischen Stadt Nitra fortzuführen, wurde jedoch vom ungarischen Armee auseinandergetrieben. Eine weitere, die von Gottschalk, einem alten Kumpan Peters des Eremiten, angeführt wurde, machte sich während ihrer kurzen Reise durch Europa so unbeliebt – indem sie beispielsweise bayerische Juden massakrierte – dass ihre Mitglieder von den Ungarn entwaffnet und dann selbst einen Kopf kürzer gemacht wurden. Als Emich mit der bis dahin größten Streitmacht – und ausgestattet mit Belagerungsgeschützen – ankam, befand der ungarische König, dass er nun genug hatte. Er verweigerte den Kreuzrittern den Zutritt in sein Reich, und als sie sich ihren Weg über die Grenze erzwangen, besiegte er sie im Kampf.

Also lieber abendländischer Christ, hat dich bis heute ein Ungar oder ein Jude aufgefordert, dich bei ihm wegen die Gräueltaten deiner Vorfahren zu entschuldigen? Das wäre nämlich berechtigt gewesen. Und lieber ungarische Christ, falls dich je ein Moslem auffordert, dich bei ihm zu entschuldigen, schick ihn zuerst mal zurück in die Schule, damit er seine Lektion in der Geschichte lernt. (Fortsetzung folgt – Die Eroberung von Byzanz durch die Kreuzfaher)

beleidigend am 20.10.06 18:50


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